Bild folgtKI-generierte IllustrationAsperula arvensis
Auch bekannt als: Ackermeister, Acker-Meister
Du erkennst den Acker-Meier (Asperula arvensis) an seinen quirlständigen Blättern (Blätter, die sternförmig um den Stängel angeordnet sind) und den zarten, blauen Blütenköpfchen. Diese Pflanze ist eine absolute Besonderheit, da sie in der freien Natur als ausgestorben oder verschollen gilt (Rote Liste 0). Auch wenn uns keine spezifischen Insektendaten vorliegen, ist der Erhalt dieses seltenen Kulturbegleiters ein wichtiger Baustein für die regionale Biodiversität (Vielfalt des Lebens). Als Archäophyt (Pflanze, die schon vor langer Zeit durch den Menschen eingewandert ist) erzählt er eine jahrtausendealte Geschichte unserer Landwirtschaft. Wenn du dieser Rarität einen Platz in deinem Garten schenkst, wirst du zum aktiven Artenschützer für eine fast verlorene Art. Hast du schon ein sonniges Plätzchen für diesen blauen Schatz reserviert?
Botanische Rarität: Rettet den Acker-Meier vor dem Aussterben.
Obwohl für den Acker-Meier derzeit keine spezifischen Bestäubungsdaten in unserer Datenbank vorliegen, erfüllt er eine wichtige Funktion im Ökosystem der Feldflora. Da er auf der Roten Liste mit dem Status 0 (ausgestorben oder verschollen) geführt wird, ist jeder Gartenbestand ein wertvoller Beitrag zur genetischen Sicherung der Art. Als Vertreter der Ackerwildkräuter bietet er grundsätzlich Nahrung für die Insektenwelt offener Landschaften. Durch das Stehenlassen der Pflanze bis in den Winter hinein können die Samen als Nahrung für Vögel dienen. Seine Präsenz im Garten fördert die Vielfalt der spezialisierten Flora, die in der modernen Landwirtschaft keinen Platz mehr findet. Du schaffst damit eine kleine Arche für eine Pflanze, die in der freien Natur bereits verloren gegangen ist.
Der Acker-Meier wird offiziell als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn er keine bekannten starken Gifte enthält, solltest du darauf achten, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Aufgrund seiner charakteristischen blauen Blüten und der Blattquirle besteht kaum eine Verwechslungsgefahr mit gefährlichen Giftpflanzen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.23 m
Wähle für den Acker-Meier einen vollsonnigen Standort aus, da er viel Licht zum Gedeihen benötigt.
Der Boden sollte trocken und gut durchlässig sein, damit keine Staunässe entsteht.
Die Pflanze gilt als Mittelzehrer (normaler Gartenboden), benötigt also keinen zusätzlichen Dünger.
Eine Pflanzung oder Aussaat ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November möglich.
Da die Art einjährig ist, musst du sie nach der Blüte im Juni versamen lassen, damit sie im nächsten Jahr wiederkommt.
Achte darauf, den Boden um die Pflanze herum offen zu halten und nicht zu mulchen.
Gießen ist nur bei extremer Trockenheit in der Keimphase notwendig.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze nach der Samenreife auf natürliche Weise abstirbt.
Die Vermehrung gelingt am besten durch die Selbstaussaat an Ort und Stelle.
Gute Partnerin: Die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) – beide teilen die Vorliebe für offene, sonnige Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Der Acker-Meier gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) und ist innerhalb der Regionen Deutschland, Österreich und Schweiz als indigen (einheimisch) oder Archäophyt eingestuft. Er wächst bevorzugt als einjähriges Ackerwildkraut auf kalkhaltigen Böden und erreicht Wuchshöhen von etwa 10 bis 30 Zentimetern. Typisch für die Gattung sind die vierkantigen Stängel und die schmalen Blätter, die in Etagen am Stängel sitzen. Trotz seines Namens ist er heute in der Agrarlandschaft kaum noch zu finden und auf Schutzprojekte angewiesen.
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•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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