Bild folgtKI-generierte IllustrationAsplenium adiantum-nigrum agg.
Artengruppe
An seinen glänzend dunkelbraunen bis fast schwarzen Blattstielen, die einen starken Kontrast zu den tiefgrünen, ledrigen Wedeln bilden, lässt sich der Schwarzstielige Streifenfarn sofort erkennen. Diese Artengruppe ist in Deutschland bereits gefährdet (Rote Liste 3) und damit eine echte Besonderheit für deinen Garten. Da Farne zu den Sporenpflanzen gehören und keine Blüten bilden, bieten sie zwar keinen Nektar, dienen aber Kleinstlebewesen wie Spinnen und Asseln als feuchtes Versteck und wichtiger Rückzugsort. Wenn du eine alte Mauer oder einen schattigen Steingarten hast, ist dieser Farn der ideale Bewohner. Mit deiner Entscheidung für diese heimische Art unterstützt du aktiv den Erhalt eines selten gewordenen Überlebenskünstlers.
Filigraner Überlebenskünstler und gefährdeter Naturschatz für deine Gartenmauer.
Da für diese Art keine spezifischen Daten zu Bestäubern vorliegen, liegt ihr ökologischer Wert primär in ihrer Rolle als Spezialist für Extremstandorte. Als gefährdete Art der Roten Liste 3 stellt jeder Gartenstandort einen wichtigen Trittstein für die Vernetzung lokaler Populationen dar. Die wintergrünen Wedel bieten auch in der kalten Jahreszeit wertvolle Deckung für wirbellose Tiere, die am Boden oder in Mauerspalten überwintern. Durch das Stehenlassen der Pflanzenteile im Winter schaffst du ein geschütztes Mikroklima für nützliche Gartenbewohner. Sein Vorkommen zeigt zudem eine hohe Standortqualität für spezialisierte Felsbewohner an.
Der Schwarzstielige Streifenfarn ist als nicht kindersicher eingestuft. Er enthält Inhaltsstoffe, die bei Verzehr für Kinder oder Haustiere problematisch sein können, weshalb er außerhalb der Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden sollte. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Blütenpflanzen besteht aufgrund der markanten Farnwedel und schwarzen Stiele kaum.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.29 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten, an dem die Pflanze vor praller Mittagssonne geschützt ist.
Feuchtigkeit: Der Farn ist an trockene Bedingungen angepasst und reagiert empfindlich auf Staunässe.
Boden: Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) bevorzugt er magere, steinige Untergründe oder Mauerritzen.
Pflanzzeit: Setze den Farn idealerweise von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen und frostfrei ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht notwendig; die wintergrünen Wedel schützen das Herz der Pflanze vor Frost.
Wässerung: Nur bei langanhaltender extremer Trockenheit mäßig gießen.
Vermehrung: Die Pflanze vermehrt sich über Sporen an der Blattunterseite, was im Garten auf natürlichem Wege geschieht.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist der Mauerpfeffer (Sedum acre) – beide teilen die Vorliebe für karge Mauern und ergänzen sich optisch durch ihre unterschiedlichen Wuchsformen.
Der Schwarzstielige Streifenfarn gehört zur Familie der Streifenfarngewächse (Aspleniaceae) und ist in Deutschland als Indigen (einheimische Art, die ohne menschliches Zutun vorkommt) eingestuft. Man findet ihn natürlicherweise in Felsspalten oder auf alten Steinmauern, oft an Standorten mit kalkarmen Gesteinen. Die Wedel sind wintergrün und zwei- bis dreifach gefiedert, was ihnen ein sehr feines, fast dreieckiges Aussehen verleiht. Er ist ein klassischer Vertreter der Felsspaltenvegetation und besiedelt Nischen, die für die meisten anderen Pflanzen zu karg sind.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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