Bild folgtKI-generierte IllustrationAsplenium alternifolium
Auch bekannt als: Deutscher Streifenfarn
Auffaellig sind die unregelmaessig gegabelten, fast fingerartigen Wedel, die dem Deutschen Streifenfarn (Asplenium alternifolium) ein fast struppiges Aussehen verleihen. Dieser seltene Farn ist ein Spezialist fuer karge Felsspalten und Mauern, wo er auch bei kleinstem Platzangebot dauerhaftes Gruen bietet. In Oesterreich bereichert er Gaerten mit alpinem Charakter oder naturnahe Trockenmauern ungemein. Da Farne keine Blueten bilden, locken sie zwar keine Wildbienen an, bieten aber Kleinstlebewesen wie Springschwaenzen und Milben einen geschuetzten Lebensraum. Wenn du eine freie Nische in einer alten Steinmauer hast, machst du mit diesem Farn alles richtig.
Ein seltener Felsenspezialist: Robustes Gruen fuer deine schoensten Mauerspalten.
Da keine spezifischen Bestaeuberdaten fuer diesen Farn vorliegen, betrachten wir seinen allgemeinen oekologischen Wert im Garten. Farne wie der Deutsche Streifenfarn (Asplenium alternifolium) produzieren keine Blueten und somit keinen Nektar oder Pollen. Sie vermehren sich ueber Sporen, die an der Blattunterseite reifen. Dennoch bietet die dichte Struktur der Wedel wertvolle Deckung fuer Kleinstlebewesen. In den winzigen Spalten der Steinmauern finden hier oft winzige Spinnen und Raubmilben Unterschlupf, die wiederum zum oekologischen Gleichgewicht beitragen. Er ist ein wichtiger Baustein fuer die Artenvielfalt spezialisierter Felsstandorte.
Nach den vorliegenden Daten ist die Pflanze nicht als kindersicher eingestuft. Es empfiehlt sich daher, sie an Plaetzen zu verwenden, die fuer Kleinkinder schwer erreichbar sind, wie zum Beispiel hoeher gelegene Mauerspalten. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht in diesem speziellen Lebensraum der Felsritzen kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.1 m
Setze diesen Farn am besten direkt in vertikale Spalten von Trockenmauern oder in Steingaerten.
Er bevorzugt einen halbschattigen bis schattigen Platz, der nicht zu feucht sein darf.
Da er natuerlicherweise auf Urgestein waechst, sollte das Substrat kalkarm und sehr durchlaessig sein.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen Maerz und Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte streng darauf, Staunaesse (stehendes Wasser im Wurzelbereich) zu vermeiden, da die Wurzeln sonst faulen.
Eine Duengung ist bei dieser genuegsamen Art nicht notwendig und eher schaedlich.
Vermehren laesst er sich im Garten am ehesten durch vorsichtige Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Fruehjahr.
Er ist winterhart, sollte aber im ersten Jahr bei Kahlfroesten (Frost ohne schuetzende Schneedecke) leicht abgedeckt werden.
Gute Partnerin: Die Nordische Streifenfarn (Asplenium septentrionale) – beide teilen die Liebe zu kalkfreien Felsritzen und ergaenzen sich optisch hervorragend.
Der Deutsche Streifenfarn (Asplenium alternifolium) gehoert zur Familie der Streifenfarngewaechse (Aspleniaceae) und ist eine natuerliche Hybride aus zwei verwandten Arten. In der Region ist er vor allem in Oesterreich heimisch, wo er bevorzugt silikatische Gesteinsfluren (kalkarme Felsstandorte) besiedelt. Die Pflanze waechst ausdauernd und bildet dichte, kleine Horste (buerschelartiger Wuchs). Die wechselstaendige Anordnung der Blattabschnitte ist ein wichtiges Merkmal, das ihn von seinen Elternarten unterscheidet.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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