Bild folgtKI-generierte IllustrationAster linosyris
Auch bekannt als: Gold-Aster, Aster linosyris
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Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt die Goldhaaraster durch ihre leuchtend gelben, knopfförmigen Blütenköpfe ohne Zungenblüten (die bei anderen Astern üblichen strahlenförmigen Randblüten) auf. Als Bewohnerin von Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) ist sie eine Überlebenskünstlerin, die gerade in heißen, trockenen Sommern zur Höchstform aufläuft. Für deinen Naturgarten ist sie wertvoll, da sie nach aktuellen Bestäubungsdaten eine wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Falter wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) darstellt. Wenn du einen sonnigen, kargen Platz im Garten hast, wirst du mit dieser robusten Pflanze viel Freude an späten Insektenbesuchen haben.
Goldener Spätsommer: Die Trockenkünstlerin für seltene Scheckenfalter.
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In der späten Gartensaison bietet die Goldhaaraster ein reiches Buffet für spezialisierte Insekten. Zu den Profiteuren gehören verschiedene Scheckenfalter wie der Bündner Scheckenfalter (Melitaea varia) und der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii). Auch der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) besucht die Blüten zur Nektaraufnahme. Eine Besonderheit ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM, eine Form der Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln), die der Pflanze hilft, auf nährstoffarmen Böden zu überleben. Im Winter bieten die verblühten Köpfe zudem Nahrung für samenfressende Vögel.
Die Goldhaaraster ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft und sollte daher außerhalb der Reichweite kleiner Kinder gepflanzt werden. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der einzigartigen Blütenform ohne Randblüten in unseren Gärten praktisch nicht.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Aug – Okt
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, an dem sich die Wärme gut staut.
Boden: Die Erde sollte mager, kalkhaltig und sehr durchlässig sein. Staunässe verträgt die Pflanze gar nicht.
Ellenberg-Werte: Ein niedriger Feuchtewert von 2 bis 3 bedeutet, dass die Aster hervorragend mit trockenen Böden zurechtkommt und kaum gegossen werden muss.
Pflanzzeit: Setze die Aster im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden offen ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist erst im Spätwinter nötig; im Herbst und Winter dienen die Stängel als Strukturgeber.
Vermehrung: Eine Teilung des Wurzelstocks im Frühjahr ist möglich, um die Pflanze zu verjüngen.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist die Kartäusernelke (Dianthus carthusianorum). Beide Arten teilen sich denselben trockenen Standort und ergänzen sich optisch durch das Zusammenspiel von Gelb und Purpurrot, was sie zu einer ökologisch stimmigen Gemeinschaft macht.
Die Goldhaaraster (Aster linosyris) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst sonnige Felsfluren und kalkreiche Trockenrasen der Region. Charakteristisch sind ihre schmalen, fast nadelartigen Blätter und der horstige Wuchs, wobei die Pflanze keine Ausläufer bildet. Die goldgelben Blütenstände bestehen ausschließlich aus Röhrenblüten, was ihr ein unverwechselbares, puschelartiges Aussehen verleiht.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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