Bild folgtKI-generierte IllustrationAstilboides tabularis
Auch bekannt als: Tafelblatt
Unverwechselbar ist das Tafelblatt (Astilboides tabularis) durch seine gewaltigen, kreisrunden Blätter, bei denen der Stiel genau in der Mitte ansetzt – fast wie bei einem riesigen Regenschirm. In naturnahen Gärten schätzen wir sie vor allem als wertvolle Bodenbeschatterin für kühle, schattige Bereiche. Gemeinsam mit Partnern wie der Wald-Segge (Carex sylvatica) bildet sie ein dichtes Blätterdach, das Feuchtigkeit im Boden hält. Du schaffst mit ihr eine ruhige Oase, die selbst an heißen Tagen für Kühlung sorgt. Gönne deinem Garten diesen majestätischen Blattriesen.
Majestätische Blattschirme: Ein kühler Rückzugsort für deinen Schattengarten.
Durch ihre enorme Blattgröße reguliert die Pflanze das Mikroklima (das Klima in unmittelbarer Bodennähe) und schützt den Boden vor Erosion und Austrocknung. Da die Pflanze in Österreich heimisch ist, ist sie perfekt an die klimatischen Bedingungen der Region angepasst. Obwohl für diese Art keine spezifischen Bestäubungsdaten zu einzelnen Insekten vorliegen, bereichert sie durch ihre Wuchsform die vertikale Struktur des Gartens. Die großen Blattschirme bieten Schutz für die Bodenfauna und erhalten die Bodenfeuchte, was das gesamte Bodenleben unterstützt. Die im Winter stehengelassenen Stängel und vertrockneten Blätter dienen zudem als Rückzugsort für kleine nützliche Gliedertiere.
Das Tafelblatt (Astilboides tabularis) ist laut Datenlage nicht kindersicher. Auch wenn keine akuten Vergiftungen bekannt sind, sollten Kinder nicht mit den Pflanzenteilen spielen oder diese verzehren. Eine Verwechslung mit giftigen heimischen Arten ist aufgrund der einzigartigen, kreisrunden Blattform nahezu ausgeschlossen.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
Jul – Aug
Wähle für dein Tafelblatt einen Standort im Schatten oder Halbschatten, da die großen Blätter in der prallen Mittagssonne leicht verbrennen. Der Boden sollte tiefgründig und dauerhaft feucht sein; ideal ist ein Platz an einem Bachlauf oder in einer kühlen Gartensenke.
Pflanze sie am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Der Boden muss humusreich (reich an zersetzter organischer Substanz) sein, weshalb du regelmäßig reifen Kompost einarbeiten solltest.
Gib der Pflanze ausreichend Platz, da ein einziges Blatt bis zu 90 Zentimeter Durchmesser erreichen kann.
Da sie viel Wasser über die Blätter verdunstet, musst du in trockenen Sommern regelmäßig gießen.
Im Winter ziehen sich die oberirdischen Teile komplett zurück und das Rhizom (Wurzelstock) überdauert im Boden.
Lasse die welken Blätter im Herbst als natürlichen Winterschutz liegen.
Gute Partnerin: Die Wald-Segge (Carex sylvatica) – beide teilen ähnliche Standortansprüche im kühlen Schatten und die Segge bietet einen feinen optischen Kontrast zum massiven Tafelblatt.
Das Tafelblatt (Astilboides tabularis) gehört zur Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae) und ist eine ausdauernde Staude (mehrjährige krautige Pflanze). Innerhalb unserer Region ist sie in Österreich als heimisch verzeichnet, wo sie bevorzugt in feuchten, schattigen Lagen wächst. Die Pflanze bildet ein kräftiges Rhizom (unterirdischer Wurzelstock), aus dem im Frühjahr die charakteristischen, schildförmigen Blätter treiben. Botanisch interessant ist der doldenartige Blütenstand, der aus zahlreichen kleinen, weißen Einzelblüten besteht und im Frühsommer deutlich über das Laub hinausragt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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