Bild folgtKI-generierte IllustrationAstragalus arenarius
Auch bekannt als: Astragalus arenarius
3
Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Sand-Tragant (Astragalus arenarius) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die Pflanze zeigt sich mit feinen, gefiederten Blättern und zartvioletten Schmetterlingsblüten, die in lockeren Trauben dicht über dem Boden wachsen. Da er in Deutschland als stark gefährdet (Rote Liste 2) gilt, ist er eine echte botanische Kostbarkeit. Er dient spezialisierten Faltern wie dem Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) als Lebensgrundlage. Mit seiner Vorliebe für karge Standorte bereichert er sandige Gartenbereiche, in denen sonst kaum etwas gedeiht. Wenn Du eine Vorliebe für seltene Wildpflanzen hast, ist dieser Überlebenskünstler genau richtig für Dich.
Rote-Liste-Rarität: Ein seltener Spezialist für sandige Sonnenplätze.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Sand-Tragant eine existenzielle Ressource für spezialisierte Schmetterlinge. Er wird gezielt von Arten wie Polyommatus fulgens und Polyommatus humedasae angeflogen. Auch der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) nutzt ihn als Nektarquelle. Da er Stickstoff im Boden anreichert, verbessert er die Bodenstruktur auf kargen Flächen auf natürliche Weise. Im Winter bieten die vertrockneten Stängel und Hülsenfrüchte einen geschützten Rückzugsort für Kleinstlebewesen, während die Samen eine bescheidene, aber wichtige Nahrungsreserve darstellen.
Der Sand-Tragant ist als nicht kindersicher eingestuft. Er enthält Stoffe, die bei Verzehr problematisch sein können, weshalb er nicht in Reichweite von Kleinkindern oder neugierigen Haustieren gepflanzt werden sollte. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Doppelgängern besteht bei genauer Betrachtung der typischen Schmetterlingsblüten und gefiederten Blätter kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.18 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze als Lichtpflanze keine Beschattung verträgt.
Boden: Er benötigt unbedingt mageren, sandigen Boden. Als Schwachzehrer gedeiht er dort, wo andere Pflanzen aufgeben.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte trocken sein; Staunässe ist unbedingt zu vermeiden.
Pflanzzeit: Die beste Zeit ist das Frühjahr (März bis Mai) oder der Herbst (September bis November), sofern der Boden offen ist.
Pflege: Verzichte komplett auf Dünger, da zusätzliche Nährstoffe den Sand-Tragant schwächen und Konkurrenzpflanzen fördern.
Vermehrung: An offenen Bodenstellen versamt sich die Pflanze bei guten Bedingungen selbstständig.
Rückschnitt: Ein Rückschnitt ist nicht notwendig; die abgestorbenen Pflanzenteile schützen im Winter die Wurzelkrone.
Kombinationsempfehlung: Ein idealer Partner ist das Silbergras (Corynephorus canescens). Beide teilen die Vorliebe für extrem nährstoffarme Sandböden und bilden eine ökologisch wertvolle Pflanzengemeinschaft.
Der Sand-Tragant gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in Mitteleuropa eine indigene (einheimische) Art. Er besiedelt als Spezialist sandige Magerrasen und lichte Kiefernwälder. Sein Wuchs ist meist niederliegend bis aufsteigend, was ihn gut an windige, offene Standorte anpasst. Eine Besonderheit ist seine Symbiose mit AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhizapilze), die ihm hilft, in extrem nährstoffarmen Böden Phosphat und Wasser zu erschließen.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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