Bild folgtKI-generierte IllustrationAtriplex calotheca
Auch bekannt als: Atriplex hastata var. calotheca, Atriplex prostrata subsp. calotheca, Pfeilblatt-Melde, Schönfrüchtige Melde
An ihren auffallend pfeilförmigen, tief gezähnten Blättern lässt sich die Pfeilblättrige Melde (Atriplex calotheca) sofort erkennen. In unseren Gärten ist sie eine absolute Besonderheit, da sie auf der Roten Liste als stark gefährdet (Stufe 2) geführt wird. Als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 bei uns heimisch wurde) ist sie ein wertvoller Teil unserer Flora. Ihre Samen dienen im Winter als wichtige Futterquelle für heimische Vögel. Mit dieser Pflanze holst du dir ein echtes Stück schützenswerter Natur direkt vor die Haustür.
Stark gefährdete Rarität: Schütze die Pfeilblättrige Melde in deinem Garten.
Die ökologische Bedeutung dieser Art liegt primär in ihrem Seltenheitswert als Rote-Liste-Art (Stufe 2). Als Windbestäuber bietet sie zwar keinen Nektar an, produziert aber im Spätsommer enorme Mengen an Samen. Diese sind eine lebenswichtige Nahrungsquelle für Körnerfresser wie den Stieglitz (Carduelis carduelis) während der kargen Wintermonate. Da sie in Österreich heimisch ist, stützt sie die regionale Biodiversität an nährstoffreichen Standorten. Für viele spezialisierte Insekten der Agrarlandschaft bietet sie zudem einen Rückzugsort in einer ansonsten oft ausgeräumten Natur.
Bitte beachte, dass die Pfeilblättrige Melde als nicht kindersicher eingestuft wird. Sie kann in ihren Pflanzenteilen verstärkt Nitrate oder Saponine (seifenartige Substanzen) anreichern, was bei Verzehr ungesund sein kann. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen heimischen Pflanzen, wenn man auf die markante Pfeilform der Blätter achtet.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Sep
Wuchsform
Krautige Pflanze
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten, da die Melde viel Licht für ihre Entwicklung benötigt.
Boden: Der Boden sollte nährstoffreich und gut mit Stickstoff versorgt sein; normale Gartenerde ist meist völlig ausreichend.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November aussäen oder pflanzen.
Besonderheit: Da sie eine NM-Pflanze (Nicht-Mykorrhiza-Pflanze) ist, benötigt sie keine Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen und gedeiht auch auf gestörten oder frisch umgegrabenen Flächen hervorragend.
Pflege: Da sie einjährig ist, solltest du die verblühten Fruchtstände bis zum Winter stehen lassen, damit sie sich versamen kann.
Vermehrung: Die Pflanze erhält sich durch Selbstaussaat an geeigneten Stellen meist von ganz allein.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist der Rainfarn (Tanacetum vulgare). Beide teilen die Vorliebe für stickstoffreiche Böden und ergänzen sich optisch durch den Kontrast der gelben Knöpfchenblüten des Rainfarns zu den architektonischen Blättern der Melde.
Die Pfeilblättrige Melde gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). Sie ist in Österreich indigen (einheimisch) und bevorzugt stickstoffreiche, oft küstennahe oder salzhaltige Standorte. Morphologisch besticht die einjährige Pflanze durch ihren aufrechten Wuchs und die charakteristischen, dreieckig-spießförmigen Blätter mit lang ausgezogenen Spitzen. Als Pionierpflanze besiedelt sie schnell offene Bodenstellen und ist perfekt an dynamische Lebensräume angepasst.
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•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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