Bild folgtKI-generierte IllustrationAtriplex rosea
Auch bekannt als: Atriplex alba Scop., Spinacia fera Pall., Atriplex laciniata Bieb.
An ihrem silbrig-mehligen Belag auf den Blättern lässt sich die Rosen-Melde (Atriplex rosea) sofort erkennen. Diese einjährige Pflanze fällt zudem durch ihre oft rötlich überlaufenen Vorblätter an den Früchten auf, die ihr den Namen gaben. Da sie als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) gilt und auf der Roten Liste mit der Stufe 3 als gefährdet geführt wird, ist sie eine echte Besonderheit für deinen Garten. Sie zeigt dir durch ihren Wuchs an, wo dein Boden besonders nährstoffreich und vital ist. Mit der Ansiedlung dieser seltenen Art leistest du einen aktiven Beitrag zum Artenschutz in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Probiere es aus und gib dieser geschichtsträchtigen Wildpflanze einen Platz in deiner Gartenkultur.
Rote-Liste-Rarität: Bewahre ein Stück lebendige Naturgeschichte in deinem Garten.
Die ökologische Bedeutung der Rosen-Melde liegt primär in ihrer Seltenheit und ihrem Status als gefährdete Art der Roten Liste (Stufe 3). In deinem Garten fungiert sie als wertvoller Baustein der Biodiversität auf nährstoffreichen Standorten, die sonst oft verarmt sind. Als Archäophyt bereichert sie die heimische Flora um ein historisches Element unserer Kulturlandschaft. Die Produktion zahlreicher Samen macht sie zu einer wichtigen Futterquelle für Vögel während der Wintermonate. Durch ihre speziellen Ansprüche an den Boden fördert sie eine spezialisierte Lebensgemeinschaft im Wurzelbereich. Jeder Standort trägt dazu bei, das Aussterben dieser Pflanze in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu verhindern.
Bitte beachte, dass die Rosen-Melde als nicht kindersicher eingestuft wird. In den Blättern können sich, typisch für viele Melden-Arten auf stickstoffreichen Böden, Nitrate anreichern. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Pflanzen besteht aufgrund der charakteristischen mehligen Blattoberfläche kaum. Dennoch sollte sie im Garten als reine Zier- und Naturschutzpflanze betrachtet und nicht verzehrt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.47 m
Wähle für die Rosen-Melde einen vollsonnigen Standort aus, da sie viel Licht zum Gedeihen benötigt.
Der Boden sollte frisch sein, was einer mäßigen Feuchtigkeit ohne Staunässe entspricht.
Achte auf eine sehr gute Nährstoffversorgung, denn als Starkzehrer entzieht sie dem Boden viele Mineralstoffe.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Eine Gabe von reifem Kompost vor der Pflanzung unterstützt die Vitalität dieser nährstoffhungrigen Art.
Da die Pflanze keine Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) ausbildet, ist sie auf eine direkte Nährstoffverfügbarkeit im Boden angewiesen.
Da sie einjährig wächst, solltest du die verblühten Triebe im Herbst stehen lassen, damit sie sich versamen kann.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die am Standort ausgereiften Samen.
Ein Rückschnitt ist während der Wachstumsphase nicht nötig, da die natürliche Wuchsform am attraktivsten ist.
Gute Partnerin: Die Weg-Malve (Malva neglecta) passt hervorragend, da beide ähnliche Ansprüche an nährstoffreiche Böden und sonnige Plätze haben.
Die Rosen-Melde (Atriplex rosea) gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) und wird taxonomisch in die Ordnung der Nelkenartigen eingeordnet. Als einjähriger Archäophyt ist sie in Mitteleuropa heimisch, bevorzugt aber warme Standorte auf nährstoffreichen Ruderalflächen (vom Menschen geprägte Rohböden). Ein markantes Merkmal ist die mehlige Behaarung, die als Verdunstungsschutz dient und der Pflanze ihr charakteristisches graugrünes Aussehen verleiht. Trotz ihrer weiten Verbreitung in der Vergangenheit ist sie heute aufgrund schwindender Lebensräume in der gesamten Region selten geworden.
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•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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