Bild folgtKI-generierte IllustrationAurinia saxatilis subsp. saxatilis
Auch bekannt als: Aurinia saxatilis subsp. saxatilis
Schon von weitem fällt das Echte Felsensteinkraut durch seine leuchtend goldgelben, dichten Blütenpolster auf, die im zeitigen Frühjahr wie kleine Sonnenkugeln über den graugrünen Blättern schweben. Die Pflanze wächst kompakt und polsterförmig, wobei sie an der Basis leicht verholzt. Da sie in Deutschland als gefährdet gilt (Rote Liste 3), holst du dir eine echte botanische Kostbarkeit in den Garten. Das Kraut ist eine klassische Bewohnerin von Trockenmauern und Steingärten, die mit kargen Bedingungen bestens zurechtkommt. Mit dieser indigenen (einheimischen) Art setzt du ein wichtiges Zeichen für den Erhalt seltener Wildpflanzen. Schau doch mal, wie wunderbar sie deine sonnigsten Gartenplätze belebt!
Gefährdete Naturschönheit: Goldgelber Polsterzauber für deine sonnigste Mauer.
Durch ihre frühe Blütezeit von April bis Mai stellt die Pflanze eine wichtige Nahrungsquelle im zeitigen Frühjahr dar. Da sie als gefährdet (Rote Liste 3) eingestuft ist, leistet jeder Bestand in Privatgärten einen direkten Beitrag zum Artenschutz in Deutschland. Eine Besonderheit ist die Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM). Diese Form der Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft zwischen Pilz und Wurzel) ermöglicht es der Pflanze, Phosphat und Wasser aus extrem kargen Böden effizienter aufzunehmen. Als heimische Art ist sie perfekt an die regionalen Klimabedingungen angepasst und fördert die Stabilität lokaler Ökosysteme auf Magerstandorten.
Das Echte Felsensteinkraut ist nicht als kindersicher eingestuft. Als Mitglied der Kreuzblütengewächse enthält es Inhaltsstoffe, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Im Vergleich zu hochgiftigen Gartenpflanzen ist die Gefahr moderat, dennoch sollten Kleinkinder und Haustiere nicht an den Pflanzenteilen knabbern.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Mai
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.2 m
Wähle einen Standort in voller Sonne, da das Felsensteinkraut maximale Lichtausbeute benötigt.
Der Boden sollte trocken und sehr mager sein, da die Pflanze ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist.
Staunässe musst du unbedingt vermeiden; ein durchlässiges Substrat aus Kies oder Sand ist lebensnotwendig.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden offen ist.
Gießen ist nur in der Anwachsphase nötig, danach versorgt sich die tiefwurzelnde Pflanze selbst.
Ein Rückschnitt um etwa ein Drittel direkt nach der Blüte im Juni hält die Polster kompakt und vital.
Dünger ist nicht erforderlich, da zu viele Nährstoffe die Pflanze mastig und weniger winterhart machen.
Die Vermehrung gelingt am besten durch Aussaat im Frühjahr.
Eine Kombination mit dem Scharfen Mauerpfeffer (Sedum acre) ist ideal, da beide ähnliche Standorte besiedeln.
Diese Partner ergänzen sich ökologisch hervorragend als robuste Bodendecker für extrem trockene Lagen.
Das Echte Felsensteinkraut (Aurinia saxatilis subsp. saxatilis) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und zur Ordnung der Senfartigen. In unserer Region ist sie als indigen (einheimisch) oder Archäophyt (eine vor 1492 eingewanderte Art) eingestuft und besiedelt natürlicherweise felsige Standorte und sonnige Hänge. Die Pflanze ist ein ausdauernder Halbstrauch, der durch seine behaarten, silbrig schimmernden Blätter und die traubigen Blütenstände auch ohne Blüte gut erkennbar ist. Sie bevorzugt kalkhaltige, steinige Böden in voller Sonne.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →