Bild folgtKI-generierte IllustrationAustropotamobius pallipes
Auch bekannt als: Dohlenkrebs
Der Dohlenkrebs (Austropotamobius pallipes) ist ein unauffälliger Wasserbewohner, der durch seine kräftigen Scheren und den gepanzerten Körperbau auffällt. Dieses Tier gehört zur Gruppe der Zehnfußkrebse und bevorzugt saubere, sauerstoffreiche Gewässer mit ausreichend Versteckmöglichkeiten unter Steinen oder Wurzeln. In Deinem Garten ist er ein wertvoller Gesundheitspolizist, da er sich als Allesfresser sowohl von tierischen als auch von pflanzlichen Überresten ernährt. Er vertilgt Detritus (zerfallende organische Substanz), abgestorbenes Laub und gelegentlich kleine Wirbellose, was die Wasserqualität stabilisiert. Damit trägt er maßgeblich zur Reinhaltung des Teiches oder Baches bei und verhindert Fäulnisprozesse. Du solltest darauf achten, das Gewässerufer möglichst naturnah zu belassen und keine chemischen Düngemittel einzusetzen. Da diese Art empfindlich auf Wasserverschmutzung reagiert, ist ihr Vorkommen eine Auszeichnung für die ökologische Qualität Deines Gartens. Um den Krebs zu unterstützen, kannst Du grobe Steine oder Totholz im Wasser belassen, die ihm als Rückzugsort dienen. Bitte setze niemals gebietsfremde Krebse aus, da diese Krankheiten auf die heimischen Arten übertragen können.
Diese Art ist streng geschützt und darf weder gefangen noch in ihrem Lebensraum gestört werden. Für den Menschen und Haustiere ist der Krebs vollkommen harmlos. Er ist ein wichtiger Indikator für ein intaktes ökologisches Gleichgewicht und sauberes Wasser in Deiner direkten Umgebung.
Der Dohlenkrebs gehört zur Familie der Astacidae (Flusskrebse) innerhalb der Gattung Austropotamobius. Sein Verbreitungsgebiet umfasst Teile von Deutschland, Österreich und der Schweiz, wo er bevorzugt in kühlen Fließgewässern oder Stillgewässern lebt. Als benthischer (am Gewässerboden lebender) Organismus spielt er eine zentrale Rolle im Stoffkreislauf lokaler Ökosysteme. Die Bestände sind heute aufgrund von Lebensraumverlust und eingeschleppten Erregern stark gefährdet.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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