Bild folgtKI-generierte IllustrationBarbula unguiculata
Auch bekannt als: Gespitztblättriges Bärtchenmoos
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Arten
An ihren im trockenen Zustand charakteristisch nach innen gebogenen, fast krallenförmigen Blättern lässt sich Barbula unguiculata sofort erkennen. Dieses kleine Moos bildet dichte, schmutzig-grüne Polster, die besonders auf offenen Bodenstellen im Garten Fuß fassen. Für dich als Naturgärtner ist es ein wertvoller Bodenfestiger und Lebensraum für Kleinstlebewesen. Besonders wichtig ist es als Raupenfutterpflanze für das Grauleib-Flechtenbärchen (Eilema griseola), einen Nachtfalter, der auf solche Moosvorkommen angewiesen ist. Wenn du dieses Moos in deinen Fugen oder auf Mauern entdeckst, darfst du dich freuen: Du förderst damit die ganz spezielle Artenvielfalt der Pionierstandorte direkt vor deiner Haustür.
Unverzichtbare Kinderstube für das seltene Grauleib-Flechtenbärchen.
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Obwohl Moose keine Blüten mit Nektar bilden, spielen sie eine zentrale Rolle im Ökosystem Garten. Barbula unguiculata dient nach aktuellen Daten als wichtige Raupenfutterpflanze für das Grauleib-Flechtenbärchen (Eilema griseola). Die Raupen dieses Falters ernähren sich von den Algen und dem Moosgewebe. Zudem bietet das dichte Polster einen geschützten Lebensraum für zahlreiche wirbellose Tiere, die wiederum als Nahrungsgrundlage für Vögel dienen. Durch die Bodenabdeckung schützt es zudem die Feuchtigkeit im Erdboden und verhindert Erosion an offenen Stellen.
Nach den vorliegenden Daten ist die Pflanze als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn Moose keine klassischen Giftpflanzen sind, sollten kleine Kinder beim Spielen beaufsichtigt werden, um ein Verschlucken von Pflanzenteilen zu verhindern. Es besteht keine bekannte Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten in diesem Lebensraum.
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Das Moos bevorzugt lichtreiche Plätze und kommt mit direkter Sonneneinstrahlung gut zurecht. * Der Boden sollte basenreich und kalkhaltig sein, wobei Barbula unguiculata oft auf verdichteter Erde oder in Pflasterfugen wächst. * Da es eine Pionierpflanze ist, benötigt es offene Stellen und verträgt kaum Konkurrenz durch starkwüchsige Gräser. * Eine gezielte Pflanzung ist meist nicht nötig, da die Sporen zufliegen; falls gewünscht, können Moosstücke zwischen März und Mai oder im Herbst auf feuchten Boden angedrückt werden. * Das Moos ist wechselfeucht, es übersteht Trockenphasen problemlos in einer Ruhephase. * Vermeide mineralische Dünger oder Herbizide, da Moose sehr empfindlich auf Chemikalien reagieren. * Eine Bewässerung ist nur in extremen Hitzeperioden nötig, wenn du das frische Grün erhalten willst. * Gute Partnerin: Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre) – beide teilen die Vorliebe für kalkhaltige, sonnige Standorte und bilden gemeinsam einen lebendigen Teppich auf kargem Untergrund.
Barbula unguiculata gehört zur Familie der Pottiaceae (Pottiaceae-Moose) innerhalb der Ordnung der Pottiales. In Österreich und weiten Teilen Mitteleuropas ist es weit verbreitet und besiedelt bevorzugt Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Standorte wie Wegränder oder Baustellen) sowie kalkhaltige Böden. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von ein bis drei Zentimetern und zeichnet sich durch aufrechte Stämmchen aus. Ein botanisches Merkmal ist die Seta (der Kapselstiel), die im reifen Zustand rötlich braun gefärbt ist und die Sporenkapsel trägt.
1 Video zu Gespitztblättriges Bärtchenmoos

•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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