Bild folgtKI-generierte IllustrationHypericum montanum
Auch bekannt als: Bergjohanniskraut, Berg-Johanniskraut
Wer das Berg-Hartheu (Hypericum montanum) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen straff aufrechten Stängeln und den hellgelben Blüten, deren Kelchblätter markante schwarze Drüsenpunkte tragen, ist es eine wahre Erscheinung. Als indigene (einheimische) Art ist es ein wertvoller Baustein für deinen Naturgarten, da es auf der Roten Liste in der Kategorie V (Vorwarnliste für gefährdete Arten) geführt wird. Die Pflanze lebt in einer engen Gemeinschaft mit nützlichen Bodenpilzen und fördert so ein gesundes Bodenleben. Wenn du einen Platz für diese seltener werdende Schönheit schaffst, leistest du einen echten Beitrag zum regionalen Artenschutz. Vielleicht ist sie genau die botanische Besonderheit, die in deinem Garten noch fehlt.
Rarität der Vorwarnliste: Schütze das seltene Berg-Hartheu in deinem Garten.
Das Berg-Hartheu hat einen hohen ökologischen Wert als indigene (einheimische) Art, deren Bestände in der freien Landschaft bereits spürbar zurückgehen. In der Datenbank sind derzeit keine spezifischen Bestäuber- oder Raupenbeziehungen hinterlegt, doch als Vertreter der Roten Liste V (Vorwarnliste) ist der Erhalt der genetischen Vielfalt im Siedlungsraum entscheidend. Besonders hervorzuheben ist die Bindung an AM (arbuskuläre Mykorrhiza), welche die Bodenbiologie stärkt und die Widerstandsfähigkeit des gesamten Beetes gegenüber Trockenstress erhöht. Mit der Ansiedlung dieser Art schützt du ein wertvolles Naturerbe der Region. Die Samenreife im Spätsommer bietet zudem eine natürliche Nahrungsquelle für Kleinsäuger und bodennah suchende Vögel.
Das Berg-Hartheu ist nicht kindersicher. Wie viele Arten dieser Gattung enthält es Wirkstoffe, die bei Hautkontakt oder Verzehr zu einer erhöhten Lichtempfindlichkeit führen können. In Gärten mit kleinen Kindern solltest du die Pflanze daher an einen Standort setzen, der nicht unmittelbar zum Spielen genutzt wird.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.4 m
Das Berg-Hartheu bevorzugt halbschattige Standorte, die den Bedingungen lichter Waldränder entsprechen.
Der Boden sollte gut durchlässig und nicht zu nährstoffreich sein, um den natürlichen Charakter zu bewahren.
Da die Art eine Symbiose mit AM (arbuskuläre Mykorrhiza - eine nützliche Pilzgemeinschaft an den Wurzeln) eingeht, solltest du auf Kunstdünger verzichten.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Bodenfrost herrscht.
Nach dem Setzen ist eine regelmäßige Wassergabe wichtig, bis die Pflanze gut eingewurzelt ist.
Im etablierten Zustand ist sie sehr pflegeleicht und benötigt kaum zusätzliche Bewässerung.
Ein Rückschnitt im Herbst ist nicht ratsam; lass die vertrockneten Triebe als Winterschutz für den Wurzelstock stehen.
Die Vermehrung erfolgt im Garten meist unkompliziert durch Selbstaussaat an geeigneten Stellen.
Als Begleitpflanze empfehle ich die Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia).
Diese Kombination ist ökologisch sinnvoll, da beide Arten ähnliche Ansprüche an Licht und Boden teilen und typische Vertreter heimischer Saumgesellschaften sind.
Das Berg-Hartheu gehört zur Gattung der Johanniskräuter (Hypericum) innerhalb der Familie der Johanniskrautgewächse. Es ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt lichte Waldränder und Gebüschsäume. Morphologisch unterscheidet es sich von verwandten Arten durch den runden Stängel und die schwarzen Drüsen an den Blatträndern sowie den Kelchblättern. Die Pflanze wächst ausdauernd und erreicht Wuchshöhen zwischen 30 und 80 Zentimetern.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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