Bild folgtKI-generierte IllustrationBergenia crassifolia
Auch bekannt als: Bergenia crassifolia
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Arten
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Interaktionen
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Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Herzblättrige Bergenie (Bergenia crassifolia) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Sie fällt sofort durch ihre großen, ledrigen und immergrünen Blätter sowie die dichten, rosa Blütenstände auf. In deinem Garten übernimmt sie eine wichtige ökologische Rolle, da sie als spezialisierte Futterquelle dient. Besonders die Raupen des Rostspinners (Orgyia antiqua) profitieren von ihren kräftigen Blättern. Mit ihren früh im Jahr erscheinenden Blüten bietet sie den ersten Erwachenden im Garten wertvolle Energie. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die auch im Winter Struktur gibt, ist diese Staude eine hervorragende Wahl. Hast du schon einen passenden Platz für diesen winterharten Gast in deinem Garten gefunden?
Heimische Winterkönigin und wichtige Kinderstube für den Rostspinner.
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Die ökologische Bedeutung dieser Art zeigt sich vor allem in ihrer Funktion als Raupenfutterpflanze. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie eine lebenswichtige Nahrungsquelle für die Raupen des Rostspinners (Orgyia antiqua). Während viele andere Gartenpflanzen im Winter kahl sind, bieten die immergrünen Blätter der Bergenie wertvollen Schutz für überwinternde Kleinstlebewesen. Die frühen Blüten im Jahr stellen zudem eine erste wichtige Anlaufstelle für früh fliegende Insekten dar. Da sie in Österreich heimisch ist, fügt sie sich perfekt in die regionalen Nahrungskreisläufe ein.
Die Herzblättrige Bergenie (Bergenia crassifolia) ist als nicht kindersicher eingestuft. Du solltest daher darauf achten, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen oder damit spielen. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit giftigen heimischen Wildpflanzen besteht aufgrund der sehr markanten, großen Blattform nicht.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Jun
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.4 m
Standort: Wähle für die Pflanze einen Platz im Halbschatten oder Schatten.
Boden: Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) sein, um eine optimale Blattentwicklung zu ermöglichen.
Ein humoser (mit organischem Material angereicherter) Boden unterstützt die Vitalität der Staude maßgeblich.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze idealerweise zwischen März und Mai in den Boden.
Alternativ ist eine Pflanzung von September bis Ende November möglich, solange der Boden offen und frostfrei ist.
Pflege: Entferne im zeitigen Frühjahr lediglich die vertrockneten oder unansehnlichen Blätter des Vorjahres.
Vermehrung: Eine Teilung des Wurzelstocks nach der Blütezeit ist die einfachste Methode zur Verjüngung.
Winterschutz: Aufgrund ihrer hohen Frosthärte benötigt die Pflanze keine zusätzliche Abdeckung.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist das Echthe Lungenkraut (Pulmonaria officinalis).
Ökologische Begründung: Beide Arten sind in der Region heimisch und teilen ähnliche Ansprüche an schattige, feuchte Standorte.
Gemeinsam bilden sie einen dichten Teppich, der den Boden vor dem Austrocknen schützt.
Die Herzblättrige Bergenie (Bergenia crassifolia) gehört zur Gruppe der ausdauernden Stauden, also mehrjährigen Pflanzen, die jedes Jahr wieder austreiben. In unserer Region gilt sie speziell in Österreich als heimisch und ist hervorragend an das dortige Klima angepasst. Sie bildet ein kräftiges Rhizom (einen waagerecht unter der Erde wachsenden Wurzelstock) aus, über den sie sich langsam ausbreitet. Ihre Blätter sind morphologisch (gestaltlich) so beschaffen, dass sie auch strengen Frost unbeschadet überstehen.
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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