Bild folgtKI-generierte IllustrationBolboschoenus maritimus × yagara
Unverwechselbar ist dieser natürliche Hybrid durch seinen kräftigen, grasartigen Wuchs und die braunen Blütenknäuel, die typisch für Strandsimmer sind. Da diese Pflanze extreme Nässe liebt, ist sie ein unverzichtbarer Baustein für die Artenvielfalt an deinem Gartenteich oder in Sumpfbeeten. In ihrem dichten Halmgewirr finden Amphibien wie der Grasfrosch (Rana temporaria) wertvollen Schutz vor Fressfeinden. Zudem festigen ihre Wurzeln den Uferbereich und beugen Erosion vor. Wenn du eine robuste Lösung für dauerfeuchte Stellen suchst, ist dieser Sauergras-Bastard genau die richtige Wahl für dich.
Robuster Uferwächter: Der perfekte Hybrid für dauerhaft nasse Sumpfzonen.
Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen dient dieser Hybrid vor allem als wichtiger Strukturbildner in Feuchtbiotopen. Da die Ausbreitung der Samen durch das leichte Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheiten) von etwa 3 Milligramm oft über den Wind erfolgt, kann die Pflanze auch entferntere Uferbereiche besiedeln. Das dichte Blattwerk bietet Rückzugsorte für Wasservögel und Verstecke für wasserlebende Insekten. Im Winter sind die hohlen, abgestorbenen Halme ein lebensnotwendiger Überwinterungsplatz für viele Insektenlarven. Da es sich um einen Windbestäuber handelt, ist sie zwar keine Nektarpflanze, liefert aber Pollen für spezialisierte Schwebfliegenarten. Die Samen können zudem von verschiedenen Vögeln als Zusatznahrung genutzt werden.
Bitte achte darauf, dass diese Pflanze als nicht kindersicher eingestuft wird, da die Blätter von Sauergräsern oft scharfe Kanten haben, an denen man sich schneiden kann. Sie ist zwar nicht als klassische Giftpflanze bekannt, sollte aber aufgrund der Verletzungsgefahr nicht in die direkte Nähe von Kleinkinder-Spielbereichen gesetzt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.788 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtwert 8: Wähle einen vollsonnigen Platz für deine Pflanze, damit sie kräftig wächst und reichlich blüht.
Feuchtigkeitswert 10: Platziere sie in der Sumpfzone oder direkt im Flachwasser deines Teichs; der Boden muss dauerhaft nass sein.
Bodenbeschaffenheit: Sie gedeiht am besten auf kalkhaltigen (basischen) Böden mit mittlerem Nährstoffgehalt.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer benötigt sie keinen Kunstdünger; eine Gabe von reifem Kompost im Frühjahr ist ausreichend.
Rückschnitt: Schneide die Halme erst im späten Frühjahr zurück, da sie im Winter als Frostschutz und Strukturgeber dienen.
Vermehrung: Die Pflanze breitet sich über Ausläufer aus, was du bei der Planung deines Uferbereichs berücksichtigen solltest.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus) ist eine ideale Begleiterin, da sie die gleichen nassen Bedingungen liebt und einen schönen Farbkontrast bietet.
Dieser Hybrid gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) und ist eine Kreuzung aus dem Meer-Strandsimmer (Bolboschoenus maritimus) und dem Verkahlenden Strandsimmer (Bolboschoenus yagara). In der Natur besiedelt er vor allem Schilfröhrichte, Gräben und Brackwasserstellen (salzhaltiges Wasser). Ein markantes Merkmal, das du leicht ertasten kannst, ist der dreikantige Halm, der typisch für viele Arten dieser Gattung ist. Die Pflanze ist ein Überlebenskünstler an Standorten, die für die meisten Landpflanzen zu nass oder zu kalkreich sind.
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•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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