Bild folgtKI-generierte IllustrationBolusafra bituminosa
Auch bekannt als: Bolusafra bituminosa
Du erkennst den Asphaltklee (Bolusafra bituminosa) sofort an seinen dunkelvioletten Schmetterlingsblüten, die in dichten Köpfen stehen, und dem intensiven Teergeruch der Blätter beim Zerreiben. In deinem Naturgarten ist er ein wertvoller Vertreter für extrem trockene Standorte und wirkt durch seine Wurzelknöllchen als natürlicher Bodenverbesserer. Wenn du eine Vorliebe für außergewöhnliche Aromen und pflegeleichte Überlebenskünstler hast, ist diese Pflanze ein spannendes Experiment für deine Gartenpraxis. Achte jedoch darauf, einen Platz zu wählen, an dem die Pflanze ungestört wachsen kann.
Außergewöhnlicher Duftkünstler und robuster Stickstoffsammler für Sonnenplätze.
Der ökologische Wert des Asphaltklees liegt vor allem in seiner Fähigkeit zur Stickstofffixierung. Durch eine Symbiose (Lebensgemeinschaft zum gegenseitigen Vorteil) mit Knöllchenbakterien an den Wurzeln reichert er magere Böden mit Stickstoff an und bereitet so den Boden für andere Pflanzen vor. In trocken-warmen Gärten bietet er durch seine späte Blüte eine wichtige Struktur für das Ökosystem, wenn andere Pflanzen bereits verblüht sind. Die stehengelassenen Triebe dienen im Winter als schützender Rückzugsort für bodennah überwinternde Kleinstlebewesen. Mangels spezifischer lokaler Daten zu Bestäubern liegt sein Hauptnutzen in der Bodenökologie und Standortsicherung auf kargen Flächen.
Achtung, der Asphaltklee ist nicht kindersicher. Die Pflanze enthält Psoralene, die bei Hautkontakt und gleichzeitiger Sonneneinstrahlung zu Phototoxizität (Hautreizungen und Blasenbildung durch Lichtempfindlichkeit) führen können. Trage bei Pflegearbeiten am besten Handschuhe und vermeide den direkten Kontakt mit dem Pflanzensaft.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Standort: Suche dir einen vollsonnigen Platz aus, der auch im Hochsommer viel Hitze speichert.
Boden: Der Boden sollte sehr durchlässig und eher mager sein; kalkhaltige Erde wird bevorzugt.
Pflanzzeit: Du kannst den Asphaltklee von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und Ende November pflanzen, solange der Boden offen ist.
Pflege: Die Pflanze ist extrem genügsam. Ein Rückschnitt im zeitigen Frühjahr (Februar oder März) hilft ihr, kompakt auszutreiben.
Wässern: Nur in der Anwachsphase ist regelmäßiges Gießen nötig, danach übersteht sie auch lange Trockenperioden ohne Hilfe.
Vermehrung: Eine Aussaat im Frühjahr direkt an Ort und Stelle ist am Erfolgversprechendsten.
Winter: In strengen Wintern ist ein leichter Schutz aus Reisig ratsam, da die Pflanze Frost nur bedingt verträgt.
Kombination: Gute Partnerin ist die Berg-Aster (Aster amellus). Beide teilen sich in Österreich dieselben sonnigen Kalkstandorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Der Asphaltklee (Bolusafra bituminosa) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist ein ausdauernder, an der Basis verholzender Halbstrauch. Er erreicht Wuchshöhen von bis zu einem Meter und zeichnet sich durch seine dreizähligen Blätter aus, die mit feinen Drüsen besetzt sind. Sein natürliches Verbreitungsgebiet umfasst trockene, sonnige Standorte, wobei er in der Region besonders in wärmebegünstigten Lagen Österreichs anzutreffen ist. Als typischer Vertreter xerothermer Standorte (trocken-warme Lebensräume) ist er hervorragend an Nährstoffmangel und Wassermangel angepasst.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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