Bild folgtKI-generierte IllustrationBothriochloa ischoemum
An den fingerförmig angeordneten, rötlich-violetten Ähren, die wie eine kleine, erhobene Hand aussehen, lässt sich das Gewöhnliche Bartgras sofort erkennen. Dieses faszinierende Süßgras ist ein echter Überlebenskünstler für die trockensten Ecken deines Gartens und bringt als gefährdete Art der Roten Liste (Stufe 3) einen hohen ökologischen Wert mit. Mit seinem horstförmigen Wuchs (dichte Büschel) und der markanten Herbstfärbung setzt es wunderschöne Akzente, die bis weit in den Winter hinein bestehen bleiben. Da es als indigene Art (einheimisch) perfekt an unser Klima angepasst ist, unterstützt du mit der Pflanzung aktiv den Erhalt der regionalen Biodiversität. Wenn du einen sonnigen Standort mit nährstoffarmem Boden hast, ist dieses Gras genau die richtige Wahl für dich.
Roter Überlebenskünstler: Ein seltener Schatz für sonnenverbrannte Gartenplätze.
Als Art der Roten Liste (Kategorie 3) hat das Gewöhnliche Bartgras eine hohe Bedeutung für den Artenschutz in unseren Gärten. Es dient als wichtiger Strukturbildner in trockenen Lebensräumen und bietet zahlreichen Kleintieren im Winter Unterschlupf, wenn die Halme stehen gelassen werden. Die Samenstände stellen in der kalten Jahreszeit eine natürliche Nahrungsquelle für heimische Vögel dar. Da es sich um eine indigene (einheimische) Art handelt, fügt es sich nahtlos in das ökologische Gefüge von Trockenbiotopen ein und stärkt die Widerstandsfähigkeit deines Gartens gegenüber Hitzeperioden.
Das Gewöhnliche Bartgras ist ungiftig, wird jedoch als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt an den scharfkantigen Blättern und den rauen Grannen (borstenartige Fortsätze an den Samen), die bei unvorsichtiger Berührung kleine Schnittwunden oder Hautreizungen verursachen können. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten.
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Das Gewöhnliche Bartgras ist die ideale Besetzung für vollsonnige, heiße Plätze im Garten.
Standort: Wähle einen Standort mit viel Sonne und eher nährstoffarmem, trockenem Boden.
Boden: Er sollte durchlässig und kalkhaltig sein; Staunässe verträgt das Gras überhaupt nicht.
Pflanzzeit: Die beste Zeit für die Pflanzung ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Düngergaben sind nicht nötig, da die Art an karge Bedingungen angepasst ist.
Rückschnitt: Schneide die alten Halme erst im späten Februar zurück, damit sie über den Winter Schutz bieten.
Vermehrung: Eine Vermehrung ist durch Teilung der Horste im Frühjahr möglich.
Kombinationsempfehlung: Eine hervorragende Partnerin ist die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – beide Arten teilen die Vorliebe für magere, sonnige Standorte und kommen gemeinsam in natürlichen Trockenrasen vor.
Das Gewöhnliche Bartgras (Bothriochloa ischaemum) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in den Wärmegebieten Mitteleuropas heimisch. Es besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie felsige Hänge und sonnige Böschungen. Die Pflanze zeichnet sich durch einen kompakten, horstartigen Wuchs und blaugraue Blätter aus, die sich im Spätsommer rötlich verfärben. Botanisch interessant ist die fingerförmige Anordnung der behaarten Blütenstände, die dem Gras seinen charakteristischen Namen verliehen haben.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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