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Botrychium lanceolatum
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Auch bekannt als: Botrychium lanceolatum
An seinen markanten, lanzettlichen Wedelabschnitten lässt sich der Lanzett-Traubenfarn (Botrychium lanceolatum) sofort erkennen. Dieser seltene Farn ist ein faszinierendes Relikt für deinen Naturgarten, da er die ursprüngliche Vielfalt unserer heimischen Flora repräsentiert. Obwohl er keine Blüten für Bestäuber bereithält, bereichert er die Bodenbiologie und fördert eine komplexe Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Pilzen). Wer dieses Natternzungengewächs im Garten pflegt, schützt eine hochspezialisierte Art, die im Verborgenen wirkt. Wenn du dich für das Besondere entscheidest, wird dieser kleine Überlebenskünstler zu einem echten Gesprächsthema für jeden Naturfreund.
Ein urzeitlicher Geheimtipp: 0,27 Meter pure Vielfalt für deinen Garten.
Nach aktuellen ökologischen Daten hat der Lanzett-Traubenfarn eine besondere Strategie zur Ausbreitung entwickelt. Seine Diasporen (Sporen) wiegen lediglich 0,0 mg, was ihnen eine effektive Fernausbreitung durch Luftströmungen ermöglicht. Da er keine Blüten bildet, liefert er keinen Nektar für Insekten wie Wildbienen oder Schmetterlinge. Seine Bedeutung für die Biodiversität liegt vielmehr in seiner Rolle als spezialisierter Nischenbesetzer und in der Interaktion mit dem Bodenökosystem. Er trägt zur Stabilität seltener Pflanzengesellschaften bei und ist ein wichtiger Indikator für ungestörte, magere Standorte im Garten.
Der Lanzett-Traubenfarn ist nicht als kindersicher eingestuft. Es empfiehlt sich daher, die Pflanze außerhalb der direkten Reichweite von spielenden Kleinkindern zu halten. Da spezifische Giftstoffe nicht näher definiert sind, ist allgemeine Vorsicht im Umgang mit Haustieren geboten. Bei Verdacht auf Verzehr kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jan
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,27 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Der Lanzett-Traubenfarn gehört zur Familie der Natternzungengewächse (Ophioglossaceae). Er besiedelt in Mitteleuropa bevorzugt magere Wiesen und alpine Rasen, oft auf kalkarmen Böden. Morphologisch ist er zweigeteilt: Ein steriler (nicht sporentragender) Teil bildet die lanzettlichen Blätter, während der fertile (fruchtbare) Teil die Sporenkapseln trägt. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,27 m gehört er zu den kleineren Farnen. Die Pflanze ist nicht verholzt und weist eine breitblättrige Struktur auf, die typisch für diese urtümliche Gattung ist.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 05.02.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.