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Botrychium lunaria
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Auch bekannt als: Osmunda lunaria
An den halbmondförmigen Teilblättern, die wie kleine grüne Fächer an einer fleischigen Mittelachse sitzen, lässt sich der Mond-Rautenfarn (Botrychium lunaria) sofort erkennen. Er ist kein klassischer Farn für schattige Ecken, sondern ein seltener Spezialist für sonnige Magerwiesen (nährstoffarme Grasflächen). Da er auf der Roten Liste mit der Stufe 3 geführt wird, ist er in seinem Bestand gefährdet und stellt eine echte Besonderheit für deinen Garten dar. Er dient zwar nicht als klassische Bienenweide, ist aber ein unverzichtbarer Teil der Artenvielfalt urtümlicher Pflanzengesellschaften. Wenn du diesem kleinen Überlebenskünstler einen Platz bietest, trägst du aktiv zum Erhalt einer bedrohten heimischen Art bei. Du wirst sehen, dass sich die Mühe bei dieser botanischen Rarität lohnt.
Botanische Rarität: Hol dir einen bedrohten Ur-Farn als Naturschutz-Botschafter.
Da der Mond-Rautenfarn zu den Farnen gehört, bildet er keine Blüten aus und bietet somit weder Nektar noch Pollen für Insekten an. Dennoch ist seine ökologische Bedeutung hoch, da er als Zeigerpflanze für extrem nährstoffarme und ökologisch wertvolle Standorte fungiert. Sein Vorhandensein deutet auf ein intaktes Mykorrhiza-Netzwerk (Geflecht aus Bodenpilzen) hin, welches auch für viele andere bedrohte Pflanzenarten überlebenswichtig ist. In einem Naturgarten schließt er eine wichtige Lücke in der pflanzlichen Diversität. Er bietet zwar keine direkte Nahrung für Bestäuber, ist aber ein wertvoller Bestandteil der heimischen Pflanzengesellschaften, die wiederum Lebensraum für spezialisierte Bodenorganismen bieten. Sein Schutz steht hier im Vordergrund des gärtnerischen Handelns.
Der Mond-Rautenfarn ist nicht als kindersicher eingestuft und sollte daher nicht in Bereichen gepflanzt werden, in denen kleine Kinder spielen. Es besteht eine geringe Verwechslungsgefahr mit dem Ästigen Rautenfarn (Botrychium matricariifolium), der jedoch tiefer eingeschnittene und stärker verzweigte Blattabschnitte hat. Grundsätzlich gilt: Diese botanische Seltenheit ist zum Beobachten und Bewundern da, nicht zum Verzehr.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,166 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Der Mond-Rautenfarn (Botrychium lunaria) gehört zur Familie der Natternzungengewächse (Ophioglossaceae) und zur Ordnung der Natternzungenartigen. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt lichte Standorte wie Borstgrasrasen (saure Magerwiesen) oder Gebirgsweiden. Morphologisch ist er einzigartig, da sich sein einziger Blattwedel in einen grünen, sterilen Teil zur Energiegewinnung und einen traubenförmigen, fertilen Teil zur Sporenbildung aufteilt. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingewandert ist oder schon immer hier war) gehört er zu den ältesten Farnlinien unserer Flora.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.