Bild folgtKI-generierte IllustrationBotryococcus braunii
Auch bekannt als: Botryococcus braunii
Wer Botryococcus braunii einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Die Art verrät sich durch ihre winzigen, gelblich-grünen Kolonien, die oft wie ein feiner Ölfilm auf der Wasseroberfläche schimmern. Als Primärproduzent (Lebewesen, das aus Licht organische Biomasse aufbaut) bildet sie eine wichtige Basis im Nahrungsnetz deines Gartenteichs. Kleinstlebewesen im Wasser finden in ihr eine energiereiche Nahrungsquelle. Wenn du Wert auf ein natürliches Gleichgewicht in deinem Teich legst, ist dieser unauffällige Bewohner eine Bereicherung für dein Garten-Ökosystem.
Österreichs heimisches Energiebündel: Die Ölalge für einen lebendigen Teich.
In österreichischen Gewässern dient diese Grünalge als wertvoller Energielieferant am Anfang der Nahrungskette. Da sie hohe Mengen an Lipiden (Fetten) speichert, stellt sie eine besonders hochwertige Nahrung für das Zooplankton (mikroskopisch kleine Tiere im Wasser) dar. Diese Kleinstlebewesen werden wiederum von räuberischen Insektenlarven oder Amphibien wie dem Bergmolch (Ichthyosaura alpestris) gefressen. Durch ihre Photosynthese trägt die Alge zudem zur Sauerstoffanreicherung im Wasser bei. Auch wenn keine Daten zu direkten Bestäubern vorliegen, stützt sie durch ihre Rolle im Wasser das gesamte Ökosystem deines Gartens.
Die Pflanze ist als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine akute Giftigkeit bekannt ist, sollte Teichwasser grundsätzlich nicht getrunken werden, und bei Algenansammlungen ist Hautkontakt für Kleinkinder vorsorglich zu vermeiden. Offene Wasserstellen stellen zudem immer eine potenzielle Gefahr für unbeaufsichtigte Kinder dar.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Diese Art benötigt keinen Erdboden, sondern einen Platz in einem dauerhaften Gartenteich oder einer Wasserstelle.
Wähle einen Standort in voller Sonne, da das Licht für das Wachstum dieser photosynthetisch aktiven Alge entscheidend ist.
Das Einsetzen in den Teich erfolgt idealerweise in den Frühlingsmonaten von März bis Mai.
Die Alge ist an nährstoffarme bis mäßig nährstoffreiche Bedingungen angepasst; vermeide daher zusätzlichen Düngereintrag.
Pflege im klassischen Sinne ist nicht nötig, da sich die Bestände über Zellteilung selbst regulieren.
Achte darauf, das Wasser im Gleichgewicht zu halten, um ein Überwuchern durch Fadenalgen zu verhindern.
Eine Vermehrung erfolgt ganz natürlich durch das Teilen der Kolonien bei günstigen Wärmebedingungen.
Im Winter sinken die Kolonien zum Schutz auf den Grund des Gewässers ab.
Gute Partnerin am Teichrand: Die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) – sie ist in Österreich heimisch, schätzt feuchte Standorte und bietet einen schönen optischen Rahmen für die Wasserfläche.
Botryococcus braunii ist eine im Süßwasser lebende Grünalge, die insbesondere in Österreich in stehenden Gewässern vorkommt. Sie zeichnet sich durch eine komplexe Morphologie (Lehre von der Struktur und Form) aus, bei der sich Einzelzellen zu traubenförmigen Verbänden zusammenschließen. Eine Besonderheit ist ihre Fähigkeit, große Mengen an Kohlenwasserstoffen (natürlichen Ölen) zu produzieren und in einer Matrix (einem umschließenden Gerüst) zu speichern. Dies verleiht den Kolonien ihren charakteristischen Auftrieb an der Wasseroberfläche. Da keine Angaben zur Familie vorliegen, wird sie allgemein der Klasse der Trebouxiophyceae zugeordnet.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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