Bild folgtKI-generierte IllustrationBrachyopa pilosa
Typisch für die Gemeine Baumsaftschwebfliege (Brachyopa pilosa) ist ihr rötlich-gelber bis orangebrauner Hinterleib und das markant nach vorne verlängerte Gesicht. Mit einer Körpergröße von etwa 7 bis 10 Millimetern ist sie eine eher kleine Erscheinung, die du vor allem in der Nähe von alten Laubbäumen beobachten kannst. Es entwickelt sich pro Jahr nur eine Generation. Die Weibchen suchen gezielt nach Baumwunden, aus denen Saft austritt, um dort ihre Eier abzulegen. Im zeitigen Frühjahr besucht das erwachsene Tier gerne blühende Gehölze wie die Schlehe (Prunus spinosa), den Weißdorn (Crataegus monogyna) oder den Spitzahorn (Acer platanoides). Die Larve lebt saprophag (sich von abgestorbener organischer Substanz ernährend) in den gärenden Säften von Bäumen wie Buche oder Eiche. Den Winter verbringt das Tier als Larve in einer Kältestarre (Zustand extremer Bewegungs- und Reaktionslosigkeit bei niedrigen Temperaturen) direkt im feuchten Milieu der Saftstellen oder unter der Rinde. Um die Art in deinem Garten zu unterstützen, solltest du alte Bäume erhalten und Saftflüsse am Stamm niemals künstlich verschließen. Ein naturnaher Garten mit heimischen Frühblühern bietet ihr zudem die nötige Energie direkt nach dem Schlüpfen.
Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Diese Schwebfliege besitzt keinen Stachel und kann weder beißen noch stechen. Da sie auf spezielle Lebensräume wie Baumwunden angewiesen ist, stellt sie keine Gefahr für die Pflanzengesundheit dar, sondern zeigt einen ökologisch wertvollen Altbaumbestand an.
Die Gemeine Baumsaftschwebfliege gehört zur Familie der Schwebfliegen (Syrphidae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sie besiedelt bevorzugt Laubwälder und Gärten mit altem Baumbestand, da ihre Larven auf gärende Baumsäfte angewiesen sind. Die Art ist durch eine dichte Behaarung auf dem Brustabschnitt gekennzeichnet, was sie von anderen Vertretern ihrer Gattung unterscheidet. Da sie optisch kleinen Fliegen ähnelt, wird sie von Laien oft übersehen, obwohl sie eine wichtige Rolle im Stoffkreislauf von Altholz spielt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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