Bild folgtKI-generierte IllustrationBranta ruficollis (Pallas, 1769)
Auch bekannt als: Rothalsgans
Pallas, 1769
Die Rothalsgans (Branta ruficollis) besticht durch ihre markante kastanienrote Färbung an Hals und Brust, die von feinen weißen Linien und tiefschwarzem Gefieder abgesetzt ist. In Deinem Garten tritt dieser seltene Gast meist nur auf, wenn Du in der Nähe von großen Wasserflächen wohnst und weite, offene Flächen bietest. Als reiner Pflanzenfresser (herbivor) sucht sie am Boden nach vegetarischer Kost. Ihr Ruf ist ein charakteristisches, hohes und zweisilbiges Quietschen, das sehr lebhaft wirkt. Dieser Vogel ist ein Langstreckenzieher (Zugvogel mit sehr weiten Wanderrouten), der den Winter bei uns verbringt. Da sie ein Bodenbrüter (Vogel, der auf der Erde nistet) ist, erfolgt die Fortpflanzung in der arktischen Tundra, nicht in unseren Breiten. Du kannst sie unterstützen, indem Du ihr weiträumig Ruhe gönnst und keine unnötigen Störungen auf Deinen Grünflächen verursachst. Da sie oft in Gesellschaft anderer Gänse auftritt, lohnt sich ein aufmerksamer Blick mit dem Fernglas. Besondere Schutzmaßnahmen im Garten sind außer der Vermeidung von Unruhe nicht erforderlich. Sie ist ein faszinierendes Beispiel für die Weite der Natur, das uns im Februar besucht.
Diese Gans steht unter strengem Naturschutz und wird international als gefährdet eingestuft. Es ist wichtig, dass Du sie bei der Rast nicht aufscheuchst, da jeder unnötige Flug wertvolle Energie für den kräftezehrenden Vogelzug kostet. Eine Verwechslung mit jagdbaren Gänsearten ist aufgrund des bunten Gefieders unwahrscheinlich, sollte aber unbedingt vermieden werden.
Taxonomisch wird die Rothalsgans in die Familie der Entenvögel (Anatidae) eingeordnet. Sie brütet ausschließlich im Norden Sibiriens und zieht im Winter in südlichere Regionen, wobei kleine Gruppen regelmäßig Deutschland, Österreich und die Schweiz erreichen. Ihre Lebensweise ist stark sozial geprägt; oft ist sie inmitten von Schwärmen anderer Gänsearten zu finden. Eine Verwechslung ist aufgrund der einzigartigen Färbung nahezu ausgeschlossen, wobei sie deutlich kleiner als die meisten heimischen Gänse bleibt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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