Bild folgtKI-generierte IllustrationBromius obscurus
Auch bekannt als: Weinlaub-Fallkäfer
An seinem mattschwarzen, fein weißlich behaarten Körper lässt sich der Reben-Fallkäfer sofort erkennen. Dieser etwa 5 bis 6 Millimeter kleine Käfer wirkt durch die feine Behaarung oft etwas staubig oder glanzlos. Pro Jahr entwickelt sich lediglich eine Generation. Die Weibchen legen ihre Eier in kleinen Gruppen von etwa 20 bis 40 Stück bevorzugt in Rindenritzen oder kleine Erdspalten ab. Im Frühling und Sommer triffst du die erwachsenen Käfer vor allem an der Weinrebe (Vitis vinifera) oder dem Schmalblättrigen Weidenröschen (Epilobium angustifolium) an. Die Larven leben verborgen im Boden und ernähren sich dort von feinen Wurzeln ihrer Wirtspflanzen. Typisch für das Fraßbild der Käfer sind strichförmige Löcher in den Blättern, was der Pflanze bei mäßigem Befall jedoch nicht dauerhaft schadet. Zur Überwinterung ziehen sich die Larven tief in das Erdreich zurück, um dort vor Frost geschützt eine Diapause (Ruhephase) einzulegen. Du kannst diesen Käfer fördern, indem du in deinem Garten auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtest und heimische Wildkräuter wie Weidenröschen in Randbereichen duldest. Ein lockerer, nicht verdichteter Boden hilft den Larven zudem bei ihrer Entwicklung im Erdreich.
Dieser Käfer ist für den Menschen völlig harmlos und besitzt weder einen Stachel noch Kiefer, die unsere Haut verletzen könnten. Er unterliegt keinem besonderen gesetzlichen Artenschutz, ist aber ein interessantes Glied im ökologischen Gefüge deines Gartens. Du kannst ihn bedenkenlos beobachten, ohne eine Gefahr für dich oder deine Haustiere befürchten zu müssen.
Der Reben-Fallkäfer (Bromius obscurus) gehört zur Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae) innerhalb der Ordnung der Käfer. Er ist in Mitteleuropa weit verbreitet und besiedelt Standorte mit Vorkommen seiner Wirtspflanzen, oft in Weinbauregionen oder Waldnähe. Die Art tritt in zwei Farbformen auf: einer rein schwarzen und einer Variante mit bräunlichen Elytren (Flügeldecken). Durch seine gedrungene Körperform und die charakteristische Behaarung ist er für aufmerksame Beobachter gut von anderen Blattkäfern zu unterscheiden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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