Bild folgtKI-generierte IllustrationBromus madritensis
Auch bekannt als: Bromus madritensis
Auffällig sind bei der Mittelmeer-Trespe (Bromus madritensis) ihre dichten, oft rötlich schimmernden Blütenrispen mit den weit abstehenden Grannen (borstenartige Anhängsel). Dieses zierliche Gras bringt eine Prise südländisches Flair in deinen Garten und ist besonders für trockene Standorte wertvoll. Gräser wie dieses bilden das Grundgerüst naturnaher Gärten und bieten kleinen Tieren das ganze Jahr über Schutz. Mit ihrer Hilfe schaffst du ein robustes Ökosystem, das auch heiße Sommer gut übersteht. Schau doch mal genau hin, wie elegant sie lückige Stellen in deinen Beeten füllt.
Ein Stück Mittelmeer für trockene Gärten: Robust, heimisch und pflegeleicht.
Als heimisches Gras in Österreich erfüllt die Mittelmeer-Trespe wichtige Aufgaben im Gartenökosystem. Obwohl für diese spezielle Art keine detaillierten Bestäubungsdaten zu Insekten vorliegen, ist ihr Wert als Strukturbildner hoch. Die dichten Halme bieten am Boden lebenden Tieren wertvollen Unterschlupf und Schutz vor Fressfeinden. Im Winter dienen die Samen als natürliche Kraftnahrung für Vögel, wenn andere Quellen bereits erschöpft sind. Durch ihre Vorliebe für trockene Plätze fördert sie die Artenvielfalt auf Standorten, die für viele andere Pflanzen zu extrem sind. So unterstützt du ein stabiles, regionales Netzwerk.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft, da die langen, harten Grannen (Borsten an den Samen) bei Kontakt die Haut reizen oder in die Kleidung pieksen können. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen. Die Mittelmeer-Trespe selbst ist ungiftig, erfordert aber beim Hantieren mit reifen Fruchtständen etwas Vorsicht.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.18 m
Suche für die Mittelmeer-Trespe einen Platz in voller Sonne aus.
Der Boden sollte durchlässig und eher mager (nährstoffarm) sein, da sie an karge Verhältnisse angepasst ist.
Staunässe musst du unbedingt vermeiden, da die Wurzeln sonst faulen können.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Da die Pflanze oft nur ein bis zwei Jahre lebt, solltest du sie sich versamen lassen.
Ein Rückschnitt erfolgt am besten erst im Spätwinter, um die Samenstände lange zu erhalten.
In der Keimungsphase im Frühjahr ist eine mäßige Bewässerung hilfreich.
Einmal etabliert, kommt das Gras völlig ohne zusätzliche Wassergaben aus.
Düngung ist nicht notwendig und würde die Standfestigkeit eher schwächen.
Gute Partnerin: Die Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – beide lieben trockene Magerstandorte und bilden eine optisch harmonische Gemeinschaft.
Die Mittelmeer-Trespe (Bromus madritensis) ist ein Vertreter aus der Familie der Süßgräser (Poaceae). In unserer Region ist sie als heimische Art in Österreich verbreitet, wo sie vor allem in xerothermen Standorten (trockene, warme Plätze) wie Trockenrasen oder an Wegrändern vorkommt. Das Gras wächst meist einjährig oder zweijährig und erreicht eine Höhe von etwa 10 bis 60 Zentimetern. Markant sind die behaarten Blattscheiden und die charakteristisch geformten Rispen, deren Ährchen zum Ende hin breiter werden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →