Bild folgtKI-generierte IllustrationBruchus pisorum
Auch bekannt als: Erbsenkäfer, Gewöhnlicher Erbsenkäfer
Unverwechselbar ist der Gemeine Erbsenkäfer (Bruchus pisorum) an seinem ovalen, kompakten Körper von vier bis fünf Millimetern Länge und den charakteristischen weißen Fleckenmustern auf den dunklen Flügeldecken. Besonders typisch ist das verkürzte Ende der Flügeldecken, welches das Pygidium (das hinterste, meist unbedeckte Rückensegment des Hinterleibs) mit zwei deutlichen schwarzen Flecken frei lässt. In Deinem Garten tritt er primär als Bewohner des Gemüsebeetes auf, da er monophag (auf eine einzige Pflanzengattung spezialisiert) an der Erbse (Pisum sativum) lebt. Pro Jahr entwickelt sich lediglich eine Generation. Die Weibchen legen ihre Eier an die jungen Hülsenfrüchte der Erbsenpflanzen ab. Nach dem Schlüpfen bohrt sich die Larve direkt in das Innere der wachsenden Erbse, wo sie sich vom Gewebe ernährt. Die erwachsenen Käfer besuchen zur Stärkung Blüten von Hülsenfrüchtlern (Fabaceae), um Pollen zu fressen. Den Winter überdauert das Tier in einer Kältestarre (Zustand verringerten Stoffwechsels) an geschützten Orten wie Baumrinden oder in trockenen Pflanzenresten. Wenn Du den Käfer entdeckst, solltest Du Deine Erbsenernte kontrollieren, da befallene Samen meist ein kleines Loch aufweisen.
Der Gemeine Erbsenkäfer ist für Menschen völlig harmlos, da er weder beißt noch sticht. Er unterliegt keinem besonderen Schutzstatus und gilt im Gartenbau als Ernteschädling. Ein vorsichtiges Absammeln befallener Hülsen ist möglich, eine Umsiedlung ist aufgrund der starken Wirtsspezialisierung nicht sinnvoll.
Der Gemeine Erbsenkäfer gehört zur Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae) und zur Unterfamilie der Samenkäfer. Er ist in ganz Mitteleuropa heimisch und eng an den Anbau der Erbse (Pisum sativum) gebunden. Seine Färbung ist überwiegend schwarzbraun mit einer feinen, grauen Behaarung, die ein artspezifisches Fleckenmuster bildet. Die Art erreicht eine Körpergröße von etwa vier bis fünf Millimetern und lässt sich durch die zwei schwarzen Flecken auf dem Hinterleibsende gut von verwandten Arten unterscheiden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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