Bild folgtKI-generierte IllustrationBruchus rufipes
An den namensgebenden, rötlich gefärbten Vorderbeinen lässt sich der Rotbeinige Samenkäfer (Bruchus rufipes) sofort erkennen. Du beobachtest hier einen kleinen Käfer, der mit einer Körperlänge von 3 bis 4 Millimetern meist unauffällig bleibt. Pro Jahr entwickelt sich lediglich eine Generation dieser heimischen Art. Die Weibchen kleben ihre ovalen Eier meist einzeln an die jungen Hülsen ihrer Wirtspflanzen. Im Frühling besiedelt der Käfer blühende Bestände der Ackerbohne (Vicia faba) oder der Zaun-Wicke (Vicia sepium). Während des Sommers findest du die Käfer oft in den Blüten von Schmetterlingsblütlern, wo sie Pollen fressen. Die Larve bohrt sich direkt nach dem Schlüpfen in den Samen, wo sie sich bis zur Verpuppung entwickelt. Er überwintert als fertiger Käfer in einer Kältestarre (Zustand verlangsamter Lebensvorgänge) an geschützten Stellen wie unter loser Baumrinde oder in trockenen Pflanzenstängeln. Um diese Art zu fördern, solltest du heimische Wickenarten in deinem Garten zulassen. Ein naturnaher Garten mit stehengelassenen Pflanzenresten bietet ihm den notwendigen Platz für die Überwinterung. Er ist ein spezialisierter Mitbewohner, der keinen nennenswerten Schaden anrichtet, solange du nicht gewerblich Ackerbohnen anbaust. Da er oligolektisch (auf wenige Pollenquellen spezialisiert) ist, benötigt er gezielt diese Hülsenfrüchtler in deiner Umgebung.
Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Er kann weder stechen noch beißen und ist für den Menschen vollkommen ungefährlich. Da er keine Vorräte im Haus befällt, besteht kein Grund zur Sorge oder für Bekämpfungsmaßnahmen.
Der Rotbeinige Samenkäfer (Bruchus rufipes) gehört zur Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae) innerhalb der Ordnung der Käfer. Er ist in ganz Mitteleuropa verbreitet und bewohnt bevorzugt warme, offene Standorte sowie Gärten. Für Laien ist er an seiner gedrungenen, fast eiförmigen Gestalt und den charakteristisch hellroten Vorderbeinen erkennbar. Im Gegensatz zu anderen Samenkäfern ist er mit maximal 4 Millimetern Länge recht klein. Seine Lebensweise ist eng an die Gattung der Wicken (Vicia) gebunden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →