Bild folgtKI-generierte IllustrationBupleurum baldense
Auch bekannt als: Monte-Baldo-Hasenohr
An ihren markanten, blaugrün bereiften Blättern und den gelblichen Blütenköpfen, die von auffällig großen Hochblättern (blattartigen Hüllen direkt unter der Blüte) eingerahmt werden, lässt sich das Kleine Hasenohr (Bupleurum baldense) sofort erkennen. Als einheimischer Doldenblütler bereichert sie die Vielfalt auf mageren Standorten und unterstützt die lokale Insektenwelt. Wenn du eine Vorliebe für filigrane, architektonische Pflanzen hast, solltest du dieser Spezialistin einen Platz im Steingarten geben. Du wirst staunen, wie robust diese zierliche Pflanze gegenüber Trockenheit ist.
Österreichische Seltenheit: Ein blaugrünes Juwel für sonnige Kalk-Standorte.
Als heimische Wildpflanze Österreichs ist das Kleine Hasenohr (Bupleurum baldense) ein wichtiger Baustein für die regionale Biodiversität. Die eher unscheinbaren, gelblichen Blüten bieten leicht zugänglichen Nektar für Insektengruppen mit kurzen Mundwerkzeugen. Nach aktuellen Erkenntnissen zur Blütenmorphologie profitieren vor allem spezialisierte Schwebfliegen und solitäre Wespen von diesem Angebot. Da es sich um eine einjährige Pflanze handelt, hinterlässt sie eine große Menge an Samen, die zur natürlichen Bodenreserve beitragen. Durch ihre Seltenheit fördert sie die floristische Vielfalt (Pflanzenreichtum) in Gärten, die den Charakter von Trockenbiotopen nachahmen.
Das Kleine Hasenohr (Bupleurum baldense) ist nach vorliegenden Daten nicht kindersicher. Da einige Arten der Gattung Inhaltsstoffe enthalten, die bei Verzehr oder Kontakt Reizungen hervorrufen können, ist Vorsicht bei Kleinkindern und Haustieren geboten. Eine Verwechslung mit stark giftigen Doldenblütlern wie dem Gefleckten Schierling (Conium maculatum) ist aufgrund der blaugrünen, ungeteilten Blätter unwahrscheinlich.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Pflanzenhöhe
0.07 m
Wähle einen vollsonnigen und warmen Standort in deinem Garten.
Der Boden sollte kalkhaltig, durchlässig und eher nährstoffarm sein.
Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) verträgt die Pflanze gar nicht.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Da die Art einjährig ist, musst du sie nach der Blüte unbedingt ausreifen lassen, damit sie sich versamen kann.
Die Vermehrung erfolgt im Frühjahr durch Aussaat an Ort und Stelle.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze ihren Lebenszyklus nach einem Jahr abschließt.
Im Winter bleibt die Pflanze als vertrocknetes Gerüst stehen und schützt so die Samen am Boden.
Harke den Boden im Herbst nur ganz leicht, um den abgefallenen Samen den nötigen Bodenkontakt zu geben.
Gute Partnerin: Die Aufrechte Trespe (Bromus erectus) – beide teilen den Standortanspruch an trockene Kalkmagerrasen und ergänzen sich in ihrer Wuchsform.
Das Kleine Hasenohr (Bupleurum baldense) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist innerhalb dieser Gruppe durch seine ungeteilten Blätter eine morphologische Besonderheit. In unserer Region ist es primär in Österreich verbreitet, wo es auf Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnigen Felshängen wächst. Die Pflanze wächst einjährig und zeichnet sich durch eine bläuliche Wachsschicht auf den Blättern aus, die als Verdunstungsschutz dient. Typisch sind die kompakten Dolden, die fast wie kleine Köpfchen wirken und von hüllblattartigen Strukturen dominiert werden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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