Bild folgtKI-generierte IllustrationBupleurum longifolium subsp. longifolium
Wer das Langblättrige Hasenohr einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Die oberen Blätter umschließen den Stängel so vollständig, dass dieser mitten durch das Blatt zu wachsen scheint. In deinem Garten schließt diese seltene Art eine wichtige Lücke, da sie auch im Schatten zuverlässig gedeiht. Mit dem Status der Roten Liste 3 (gefährdet) leistest du einen echten Beitrag zum Artenschutz, wenn du ihr einen Platz in deinem Beet gibst. Die Pflanze wirkt mit ihren gelbgrünen Blüten sehr filigran und natürlich. Du wirst sehen, wie die Struktur deines Schattengartens durch diesen indigenen (einheimischen) Wildwuchs gewinnt.
Rarität für den Schattengarten: Schütze eine gefährdete Art direkt vor deiner Tür.
Da das Langblättrige Hasenohr auf der Roten Liste 3 steht, gilt es als gefährdet. Mit der Pflanzung in deinem Garten leistest du einen direkten Beitrag zum Erhalt dieser indigenen (einheimischen) Art in unserer Region. Sie besetzt die ökologische Nische in schattigen, frischen Gartenbereichen, in denen sie zur strukturellen Vielfalt beiträgt. Da sie natürlicherweise in lichten Wäldern vorkommt, bereichert sie die Biodiversität (Vielfalt des Lebens) deines Schattengartens erheblich. Ihr ökologischer Wert liegt vor allem in der Sicherung des Fortbestands einer selten gewordenen Wildpflanze.
Das Langblättrige Hasenohr ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. Es besteht jedoch keine unmittelbare Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Doldenblütlern wie dem Gefleckten Schierling (Conium maculatum), da dessen Blätter fein gefiedert sind, während das Hasenohr auffallend geschlossene Blattformen zeigt. Dennoch empfiehlt es sich, beim Umgang mit Wildpflanzen im Garten vorsichtig zu sein.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.52 m
Suche für dein Hasenohr einen Platz im Schatten aus, da es direkte pralle Sonne meidet. Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein und über eine normale Nährstoffversorgung verfügen – ein klassischer Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) eben.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühling von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November in die Erde, solange der Boden offen ist.
Boden: Achte darauf, dass die Erde nicht völlig austrocknet, da die Pflanze konstante Feuchtigkeit bevorzugt.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich; lass die Stängel über den Winter stehen, um die Gartenstruktur zu erhalten.
Vermehrung: Die Art versamt sich an zusagenden Standorten meist von selbst.
Kombination: Eine gute Partnerin ist die Akelei (Aquilegia vulgaris), da beide ähnliche Licht- und Bodenansprüche teilen und sich in ihrer Wuchsform im schattigen Beet harmonisch ergänzen.
Das Langblättrige Hasenohr (Bupleurum longifolium subsp. longifolium) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Es ist eine in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimische Wildpflanze, die vorwiegend in lichten Wäldern und an Waldrändern siedelt. Typisch für diese Art ist die morphologische (gestaltliche) Besonderheit der Blätter: Die oberen Stängelblätter sind herzförmig umfassend oder gar durchwachsen. Als Halbschatten- bis Schattenpflanze bevorzugt sie Standorte, an denen viele andere Blühpflanzen nicht mehr optimal wachsen.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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