Bild folgtKI-generierte IllustrationBupleurum ranunculoides
Auch bekannt als: Hahnenfußartiges Hasenohr, Berg-Hasenohr
Wer das Hahnenfuß-Hasenohr (Bupleurum ranunculoides) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: An den gelblich-grünen Hochblättern, die die kleinen Blütendolden wie eine Schale umschließen, lässt es sich sofort erkennen. Diese seltene Wildpflanze ist ein echter Schatz für deinen Garten, da sie auf der Roten Liste als extrem selten (Rote Liste R) geführt wird. Indem du ihr einen Platz gibst, leistest du einen direkten Beitrag zum Erhalt einer bedrohten Pflanzenart in der Region. Da sie ursprünglich aus Bergregionen stammt, bringt sie eine besondere, fast alpine Ästhetik in sonnige Beete. Du hilfst mit dieser Wahl, die botanische Vielfalt in deiner Nachbarschaft aktiv zu fördern.
Botanische Rarität: Rette eine bedrohte Schönheit der Alpen für deinen Garten.
Der ökologische Wert des Hahnenfuß-Hasenohrs liegt vor allem in seinem Status als gefährdete Art (Rote Liste R). Da spezifische Bestäubungsdaten in der Fachliteratur oft spärlich sind, konzentriert sich der Nutzen auf die Förderung der botanischen Diversität in Siedlungsräumen. Als einheimischer Doldenblütler ist die Pflanze Teil eines komplexen Nahrungsnetzes für spezialisierte Insekten der Magerrasen. Die Samenstände können im Winter als Versteck für kleine Insekten dienen, sofern du sie nicht abschneidest. Durch die Ansiedlung dieser Rarität schaffst du ein Trittsteinbiotop für eine Art, die in der freien Natur kaum noch Standorte findet.
Die Pflanze ist laut Datenbank nicht kindersicher. Wie viele Doldenblütler enthält sie Stoffe, die bei empfindlichen Personen oder Kindern zu Hautreizungen führen können. Es ist ratsam, beim Umgang mit der Pflanze Handschuhe zu tragen und darauf zu achten, dass keine Pflanzenteile von Kindern oder Haustieren verzehrt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.24 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Die Pflanze ist ein Schwachzehrer (Magerkeitszeiger) und benötigt daher einen nährstoffarmen Boden, der gerne kalkhaltig sein darf.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte 'frisch' sein, was in der Gartenpraxis eine mäßige Feuchtigkeit bedeutet – achte darauf, dass der Boden nie komplett austrocknet.
Pflanzzeit: Du kannst das Hasenohr im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November pflanzen, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Dünger ist absolut tabu, da die Pflanze an karge Standorte angepasst ist und sonst von Gräsern verdrängt wird.
Rückschnitt: Lass die verblühten Stängel über den Winter stehen, um die natürliche Selbstaussaat zu ermöglichen.
Vermehrung: Die Vermehrung erfolgt am einfachsten über Aussaat im Herbst, da die Kälte den Keimprozess unterstützt.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria). Beide teilen die Vorliebe für sonnige, magere Plätze und bieten zusammen ein harmonisches Bild in einem Steingarten oder Alpinum.
Das Hahnenfuß-Hasenohr gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es heimisch, kommt aber vorwiegend in Gebirgsregionen und auf Kalkmagerrasen (nährstoffarme Wiesen auf kalkhaltigem Untergrund) vor. Morphologisch fallen besonders die einfachen, ungeteilten Blätter auf, was für Doldenblütler eher ungewöhnlich ist. Die Pflanze erreicht meist Wuchshöhen zwischen 5 und 40 Zentimetern und bevorzugt basenreiche Böden.
3 Videos zu Hahnenfuß-Hasenohr



•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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