Bild folgtKI-generierte IllustrationCakile maritima subsp. baltica
Auch bekannt als: Cakile maritima subsp. baltica
Schon von weitem fällt der Baltische Meersenf (Cakile maritima subsp. baltica) durch seine dicken, fleischigen Blätter und die zartviolette Blütenpracht auf. Diese einjährige Pflanze ist eine echte Spezialistin für nährstoffreiche Standorte und bringt eine Prise Meeresbrise in deinen Garten. Da sie zu den Kreuzblütengewächsen gehört, ist sie eine wichtige Anlaufstelle für fliegende Besucher, auch wenn spezielle Bestäuberdaten für diese Unterart in unserer Datenbank noch fehlen. Als Küstenbewohnerin ist sie extrem robust gegenüber Wind und Sonne. Wenn du einen sonnigen Platz mit gutem Boden hast, ist sie eine wunderbare Bereicherung für deine Pflanzensammlung. Probier es doch mal an einer Stelle aus, die bisher für andere Blumen zu exponiert war.
Robuste Küsten-Spezialistin für sonnige Plätze und nährstoffreiche Böden.
Der Baltische Meersenf fungiert als Pionierpflanze, die nährstoffreiche Sandböden festigt und für andere Arten vorbereitet. Durch seine Zugehörigkeit zu den Kreuzblütlern stellt er eine wichtige Nektar- und Pollenquelle für verschiedene Fluginsekten dar, die auf diese Pflanzenfamilie spezialisiert sind. Da er über eine AM-Mykorrhiza (eine Form der Wurzel-Pilz-Gemeinschaft) verfügt, fördert er aktiv die biologische Aktivität und Gesundheit des Gartenbodens. Im Winter bieten die vertrockneten Stände und Samen einen Mehrwert für die heimische Fauna. Er ist ein wertvoller Baustein für Gärten, die den natürlichen Küstencharakter Mitteleuropas widerspiegeln wollen.
Der Baltische Meersenf wird in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Er enthält Senföle (scharf schmeckende sekundäre Pflanzenstoffe), die bei Hautkontakt oder Verzehr in größeren Mengen Reizungen verursachen können. Es besteht keine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Arten, dennoch ist Vorsicht bei Kleinkindern im Garten geboten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.21 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze viel Licht für ihre Entwicklung benötigt.
Boden: Der Untergrund sollte ein Starkzehrer-Boden (nährstoffreicher/fetter Boden) sein, um den hohen Energiebedarf zu decken.
Feuchtigkeit: Sie bevorzugt frische Verhältnisse, was einer mäßig feuchten Gartenerde entspricht.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühling von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange der Boden nicht gefroren ist.
Mykorrhiza: Die Pflanze geht eine Symbiose mit AM-Pilzen (Arbuskuläre Mykorrhizapilze) ein, was die Nährstoffaufnahme verbessert.
Pflege: Da sie einjährig ist, solltest du die verblühten Triebe im Herbst stehen lassen, damit sie sich versamen kann.
Düngung: Eine Gabe von Kompost im Frühjahr unterstützt das kräftige Wachstum der jungen Keimlinge.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist der Echte Meerkohl (Crambe maritima) – beide Arten teilen die Vorliebe für nährstoffreiche Küstenstandorte und bilden eine stimmige ökologische Einheit im Garten.
Der Baltische Meersenf gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) innerhalb der Ordnung der Senfartigen. Er ist ein Indigen (eine einheimische Pflanzenart) und vor allem an den Küsten der Nord- und Ostsee verbreitet, wo er typischerweise in der Spülsaumvegetation vorkommt. Morphologisch besticht er durch seine Sukkulenz (Fähigkeit zur Wasserspeicherung in den Blättern), was eine Anpassung an salzhaltige Standorte darstellt. Seine Früchte sind charakteristische Gliederschoten, die in zwei Teile zerfallen, was die Ausbreitung über das Meerwasser ermöglicht.
1 Video zu Baltischer Meersenf

•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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