Bild folgtKI-generierte IllustrationCalamintha arvensis
Auch bekannt als: Gewöhnlicher Steinquendel, Feld-Steinquendel
Die Feld-Bergminze (Calamintha arvensis) erkennst du sofort an ihren zierlichen, violetten Lippenblüten mit den hellen Flecken auf der Unterlippe und dem intensiv aromatischen Duft, der beim Zerreiben der behaarten Blätter freigesetzt wird. Da diese Pflanze als indigen (einheimisch) gilt und auf der Roten Liste mit der Stufe 3 (gefährdet) geführt wird, ist sie eine echte Besonderheit für deinen Garten. Sie ist perfekt an extrem trockene Standorte angepasst und besetzt ökologische Nischen, die viele moderne Zierpflanzen nicht aushalten. Mit ihrer Ansiedlung hilfst du dabei, eine schwindende Wildpflanze in der Region zu erhalten. Wenn du eine sonnige Trockenmauer oder eine magere Böschung hast, ist sie die ideale Wahl für dich.
Gefährdete Schönheit: Hol dir die seltene Bergminze als Spezialistin in den Garten.
Als gefährdete Art der Roten Liste (Stufe 3) hat die Feld-Bergminze eine hohe Bedeutung für die Biodiversität in Siedlungsräumen. Sie ist fester Bestandteil von Xerothermrasen (warme Trockenwiesen) und bietet spezialisierten Besuchern dieser kargen Lebensräume eine wichtige Nahrungsgrundlage. Da sie indigen (einheimisch) ist, fügt sie sich perfekt in das lokale Ökosystem ein. Die Samenstände können im Winter als Versteck für kleine Lebewesen dienen, wenn du sie über die kalte Jahreszeit stehen lässt. Mit ihrer Pflanzung förderst du aktiv den Erhalt einer Art, die in der freien Landschaft immer seltener wird.
Die Feld-Bergminze wird laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn sie zur Familie der Lippenblütler gehört, sollte sie in Gärten mit unbeaufsichtigten Kleinkindern vorsichtshalber nicht in Reichweite gepflanzt werden. Eine Verwechslung mit stark giftigen Arten ist bei Beachtung des typischen Minzgeruchs jedoch unwahrscheinlich.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, der Wärme speichert.
Boden: Die Erde sollte mager, durchlässig und kalkhaltig sein; Staunässe verträgt die Pflanze gar nicht.
Pflanzzeit: Setze sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Wasserbedarf: Nach dem Anwachsen benötigt sie kaum zusätzliche Wassergaben, da sie Trockenheit gewohnt ist.
Düngung: Verzichte komplett auf Dünger, um den kompakten Wuchs und die Widerstandsfähigkeit zu erhalten.
Pflege: Schneide die vertrockneten Triebe erst im zeitigen Frühjahr zurück, damit die Struktur im Winter erhalten bleibt.
Vermehrung: Sie versamt sich an geeigneten Standorten meist selbstständig.
Kombination: Eine hervorragende Partnerin ist der Natternkopf (Echium vulgare), da beide den gleichen trockenen Lebensraum teilen und sich optisch ergänzen.
Die Feld-Bergminze gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) innerhalb der Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie kalkhaltige Schotterflächen. Botanisch zeichnet sie sich durch ihren niedrigen, oft buschigen Wuchs und die charakteristischen Kelchblätter aus, die nach der Blüte fast geschlossen wirken.
1 Video zu Feld-Bergminze

•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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