Bild folgtKI-generierte IllustrationCalamobius filum
An seinem auffallend schlanken, fast fadenförmigen Körper und den extrem langen Fühlern lässt sich der Getreidebock (Calamobius filum) sofort erkennen. Dieser Käfer wird etwa 5 bis 11 Millimeter lang und wirkt durch seine graue bis gelbgraue Behaarung auf den ersten Blick eher unscheinbar. Er bringt pro Jahr eine Generation hervor. Das Weibchen legt seine Eier einzeln in die Halme verschiedener Süßgräser (Poaceae) ab. Im Frühling und Sommer findest du die adulten (erwachsenen) Käfer oft an den Ähren von Gräsern wie dem Gewöhnlichen Knäuelgras (Dactylis glomerata) oder dem Glatthafer (Arrhenatherum elatius). Die Larve ernährt sich im Inneren der Halme vom Mark der Pflanze, während sie sich langsam abwärts bewegt. Sie überwintert als Larve in einer Ruhekammer im untersten Teil des Halmes, oft knapp über dem Erdboden. Um diesen Gast zu fördern, solltest du in deinem Garten Bereiche mit hohen Wildgräsern über den Winter stehen lassen und diese erst im späten Frühjahr mähen. So ermöglichst du den Larven eine ungestörte Entwicklung bis zum Schlupf. Da er als wärmeliebend gilt, profitiert er besonders von sonnigen und trockenen Standorten in deiner Grünanlage.
Völlig harmlos und ein interessanter Gartenbesucher, der weder sticht noch beißt. Der Getreidebock (Calamobius filum) unterliegt keinem besonderen Schutzstatus, ist aber ein nützlicher Bestandteil der natürlichen Wiesenfauna. Eine Verwechslung mit stechenden Insekten ist aufgrund der speziellen, schmalen Körperform ausgeschlossen.
Der Getreidebock (Calamobius filum) gehört zur Familie der Bockkäfer (Cerambycidae) innerhalb der Ordnung der Käfer (Coleoptera). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt offene, warme Graslandschaften sowie Feldränder. Charakteristisch ist die extrem langgestreckte, zylindrische Körperform, die eine perfekte Tarnung auf Grashalmen bietet. Von ähnlichen Arten unterscheidet er sich durch die fadenförmigen Fühler, die beim Männchen die doppelte Körperlänge erreichen können.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →