Bild folgtKI-generierte IllustrationCalandrella brachydactyla (Leisler, 1814)
Auch bekannt als: Kurzzehenlerche
Leisler, 1814
Die Kurzzehenlerche (Calandrella brachydactyla) ist ein kleiner, unauffällig sandfarben gefärbter Vogel, der etwa sperlingsgroß ist und durch seinen hellen Bauch sowie den oft sichtbaren dunklen Halsseitenfleck auffällt. Man beobachtet sie meist am Boden laufend oder im charakteristischen Singflug hoch über offenen Flächen. Als Allesfresser (Nahrungsspektrum umfasst sowohl Pflanzenteile als auch Tiere) ernährt sie sich von kleinen Samen und wirbellosen Tieren wie Insekten. In deinem Garten sucht sie vor allem auf offenen Bodenstellen nach Nahrung. Dieser Vogel gehört zu den Bodenbrütern (Vogelarten, die ihr Nest direkt auf der Erde errichten), weshalb er auf ungestörte, vegetationsarme Flächen angewiesen ist. Sie ist ein ausgeprägter Langstreckenzieher (Vogel, der weite Distanzen zwischen Brut- und Winterquartier zurücklegt) und verbringt den Winter südlich der Sahara. Um diesen seltenen Gast zu unterstützen, solltest du im Garten offene Bodenstellen oder magere Wiesenstücke erhalten. Da sie am Boden brütet, ist absolute Ruhe während der Brutzeit entscheidend. Als Insektenvertilger leistet sie einen wertvollen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht. Ein naturnaher Garten ohne Pestizide bietet ihr die beste Nahrungsgrundlage.
Die Kurzzehenlerche ist nach dem Naturschutzgesetz streng geschützt; ihre Nester am Boden dürfen keinesfalls gestört oder beschädigt werden. Da sie sehr empfindlich auf Störungen reagiert, ist das Fernhalten von Haustieren von potenziellen Brutflächen während der Sommermonate ratsam.
Die Kurzzehenlerche (Calandrella brachydactyla) gehört zur Familie der Lerchen (Alaudidae) innerhalb der Ordnung der Sperlingsvögel. In Mitteleuropa ist sie ein seltener Brutvogel, der vor allem trocken-warme, offene Landschaften mit spärlicher Vegetation besiedelt. Von der ähnlichen Feldlerche unterscheidet sie sich durch die geringere Größe und das schlichtere, weniger stark gestreifte Gefieder. Ihre Lebensweise ist stark an kontinentales oder mediterranes Klima angepasst, wobei sie bevorzugt auf Brachflächen oder in Steppenhabitaten vorkommt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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