Bild folgtKI-generierte IllustrationCalidris acuminata (Horsfield, 1821)
Auch bekannt als: Spitzschwanz-Strandlaufer, Spitzschwanz-Strandläufer, Spitzschwanzstrandläufer
Horsfield, 1821
Der Spitzschwanzstrandläufer (Calidris acuminata) ist an seinem bräunlich gemusterten Gefieder, den charakteristisch zugespitzten Schwanzfedern und seinem flinken Laufverhalten in feuchten Gartenbereichen zu erkennen. Dieser Vogel gehört zu den Insektenfressern, die ihre Nahrung vor allem im Schlamm oder in feuchter Erde suchen. Er ist ein Langstreckenzieher (Vogel, der über 4.000 Kilometer zwischen Brut- und Winterquartier zurücklegt), der weite Distanzen überwindet. Als Bodenbrüter legt er sein Nest gut versteckt in niedriger Vegetation direkt auf der Erde an. Falls Du diesen seltenen Gast in Deinem Garten entdeckst, deutet dies auf eine sehr naturnahe Gestaltung mit offenen Wasserflächen oder Schlammzonen hin. Um ihn zu unterstützen, solltest Du Uferbereiche von Gartenteichen flach auslaufen lassen und auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten. Da er sehr scheu ist, profitiert er von ungestörten Gartenabschnitten ohne menschliche Unruhe. Im Februar ist er bei uns kaum anzutreffen, da er sich meist noch in südlicheren Gebieten aufhält. Eine ganzjährige Wasserquelle ist die beste Hilfe, die Du ihm in Deinem Garten anbieten kannst.
Wie alle heimischen Vogelarten steht der Spitzschwanzstrandläufer unter allgemeinem Schutz; seine Nester dürfen keinesfalls gestört werden. Es besteht eine hohe Verwechslungsgefahr mit dem Graubruststrandläufer (Calidris melanotos). Da er extrem selten in Gärten brütet, sollte bei einer Sichtung jegliche Annäherung vermieden werden, um das Tier nicht zu vertreiben.
Dieser Vogel gehört zur Familie der Schnepfenvögel (Scolopacidae) innerhalb der Ordnung der Regenpfeiferartigen. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als heimisch eingestuft, tritt jedoch vorwiegend als seltener Durchzügler in Erscheinung. Die Art bevorzugt feuchte Lebensräume wie Moore, Verlandungszonen oder überflutete Wiesen. Eine Unterscheidung von verwandten Strandläufern gelingt meist durch die rötliche Färbung des Scheitels und die namensgebenden spitzen Steuerfedern (äußere Schwanzfedern). Seine Lebensweise ist streng an die Verfügbarkeit von Feuchtgebieten gebunden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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