Bild folgtKI-generierte IllustrationCalidris minuta (Leisler, 1812)
Auch bekannt als: Zwergstrandläufer
Leisler, 1812
Der Zwergstrandläufer (Calidris minuta) ist ein winziger, spatzengroßer Vogel mit dunklen Beinen und einem feinen, im Flug oft silbrig wirkenden Gefiedermuster. Als typischer Insektenfresser sucht er im feuchten Boden oder flachen Wasser nach Nahrung. Du wirst ihn kaum als dauerhaften Gast im Garten erleben, es sei denn, dein Grundstück grenzt an ein offenes Gewässer mit Schlammufern. Er ist ein ausgeprägter Langstreckenzieher (Vogel, der über 4.000 Kilometer wandert), der zwischen der Arktis und Afrika pendelt. In deinem Garten kannst du ihn unterstützen, indem du flache Wasserstellen mit schlammigen Rändern schaffst und auf den Einsatz von Chemie verzichtest. Sein Ruf ist ein kurzes, scharfes 'Stit', das er oft bei der Landung ausstößt. Er brütet als Bodenbrüter (Vogel, der sein Nest direkt auf der Erde baut) in der fernen Tundra, weshalb du seine Nester hier nicht finden wirst. Ruhe an Wasserstellen ist für ihn überlebenswichtig, damit er genug Energie für seinen weiten Flug sammeln kann. Beobachte ihn am besten aus der Ferne mit einem Fernglas, um ihn nicht zu stören. Heimische Feuchtgebiete sind sein wichtigster Rastplatz während der Wanderung.
Der Zwergstrandläufer ist nach geltendem Naturschutzrecht streng geschützt. Da er in Mitteleuropa nicht brütet, kannst du keine Nester stören, solltest aber rastende Tiere an Gewässern unbedingt ungestört lassen. Eine Verwechslung mit anderen kleinen Watvögeln ist möglich, hat aber keine rechtlichen Konsequenzen für dich.
Dieses Tier gehört zur Familie der Schnepfenvögel (Scolopacidae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als regelmäßiger Durchzügler heimisch. Seine Lebensweise ist durch extreme Wanderleistungen geprägt, die ihn von den nordsibirischen Brutgebieten bis weit nach Süden führen. Von ähnlichen Arten unterscheidet er sich durch seine geringe Größe und die schwarzen Beine. In Mitteleuropa nutzt er vor allem Ufersäume und feuchte Flächen als Rastbiotope (Lebensräume für die Zwischenlandung).
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →