Bild folgtKI-generierte IllustrationCalidris subruficollis (Vieillot, 1819)
Den Grasläufer (Calidris subruficollis) erkennst du an seinem zimtfarbenen Gefieder, den dunklen Knopfaugen und seinem aufrechten Gang auf kurzen Rasenflächen. Er wirkt oft zutraulicher als andere Watvögel (Vögel, die im Seichtwasser oder auf Wiesen waten). In deinem Garten tritt er als Insektenfresser (Tier, das sich von Insekten und deren Larven ernährt) auf und sucht am Boden nach Nahrung. Seine Nester legt er als Bodenbrüter (Vogel, der direkt auf der Erde brütet) in flachen Mulden an. Da er ein Langstreckenzieher (Vogel, der sehr weite Wege zwischen Brut- und Winterquartier zurücklegt) ist, nutzt er Gärten meist als Rastplatz. Du kannst ihn unterstützen, indem du auf Insektengifte verzichtest und offene, kurzgrasige Stellen im Garten belässt. Ein naturnaher Garten mit vielen Kleintieren bietet ihm die nötige Energie für seine weiten Flüge. Achte darauf, den Vogel bei seinen seltenen Besuchen nicht aufzuscheuchen, damit er ungestört fressen kann.
Diese Vogelart ist unter Naturschutz gestellt, weshalb du sie bei der Nahrungssuche nicht stören darfst. Da er am Boden brütet oder rastet, ist besonderer Schutz vor freilaufenden Haustieren wichtig. Nester oder Gelege dürfen unter keinen Umständen berührt oder entfernt werden.
Der Grasläufer gehört zur Familie der Schnepfenvögel (Scolopacidae) und zur Gattung der Strandläufer (Calidris). Sein Verbreitungsgebiet umfasst laut Datenlage Deutschland, Österreich, die Schweiz und Belgien, wobei er trockene Grasflächen gegenüber Schlammflächen bevorzugt. Von verwandten Arten unterscheidet er sich durch das fast einfarbig helle Gesicht und die gelben Beine. Er zeigt eine für Strandläufer ungewöhnliche Vorliebe für trockenes Gelände fernab von Küsten.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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