Bild folgtKI-generierte IllustrationCalidris temminckii (Leisler, 1812)
Auch bekannt als: Temminck-Strandläufer, Temmincksstrandläufer, Temminckstrandläufer
Leisler, 1812
Der Temminckstrandläufer (Calidris temminckii) ist ein zierlicher, etwa sperlingsgroßer Watvogel mit einem unauffällig grau-braunen Gefieder und charakteristischen gelblichen Beinen. In deinem Garten wirst du diesen seltenen Gast am ehesten an einem Teichrand entdecken, wo er sich oft geduckt und fast kriechend fortbewegt. Er gehört zu den Insektenfressern und sucht im feuchten Schlamm nach kleinen Wirbellosen (Tiere ohne Rückgrat wie Würmer oder Larven). Als Bodenbrüter legt er sein Nest in einer einfachen Mulde direkt auf der Erde an, gut versteckt in niedriger Vegetation. Dieser kleine Vogel ist ein Langstreckenzieher (Vogel, der über 4.000 Kilometer zwischen Brut- und Winterquartier wandert) und zieht meist bis nach Afrika. Wenn du ihm helfen möchtest, solltest du Uferzonen an Gartenteichen flach und schlammig gestalten und auf Pflanzenschutzmittel verzichten. Ein giftfreier Garten sichert sein Überleben, da er auf eine hohe Dichte an Insekten angewiesen ist. Seinen trillernden Ruf, der fast wie das Schwirren einer Grille klingt, nutzt er zur Verständigung während des Fluges. Da er sehr scheu ist, benötigt er Ruhephasen ohne Störungen durch Haustiere.
Diese Art ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Da er als Bodenbrüter extrem empfindlich auf Störungen reagiert, dürfen seine Rast- oder Brutplätze niemals betreten werden. Eine Verwechslung mit anderen kleinen Watvögeln ist möglich, weshalb eine Beobachtung aus der Ferne mit dem Fernglas ratsam ist.
Taxonomisch wird der Temminckstrandläufer in die Familie der Schnepfenvögel (Scolopacidae) eingeordnet. Sein Brutgebiet liegt in der arktischen Tundra, während er in Mitteleuropa regelmäßig als Durchzügler an Binnengewässern rastet. Von seinem nahen Verwandten, dem Zwergstrandläufer (Calidris minuta), lässt er sich durch die hellen Beine und die weißen äußeren Schwanzfedern sicher unterscheiden. Seine Lebensweise ist hochspezialisiert auf schlammige Uferhabitate.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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