Bild folgtKI-generierte IllustrationCallitriche cophocarpa
An den sternförmig angeordneten, an der Wasseroberfläche treibenden Blattrosetten lässt sich der Stumpfkantige Wasserstern (Callitriche cophocarpa) sofort erkennen. Er ist ein unauffälliger, aber wertvoller Helfer für das biologische Gleichgewicht in deinem Gartenteich, da er das Wasser mit Sauerstoff anreichert. Obwohl konkrete Insektenbesuche in Fachdaten oft unterrepräsentiert sind, bietet sein dichtes Geflecht unter Wasser einen sicheren Rückzugsort für den Nachwuchs heimischer Amphibien wie Bergmolche (Ichthyosaura alpestris). Da die Pflanze auf der Vorwarnliste der bedrohten Arten steht, leistest du mit ihrer Pflege einen echten Beitrag zum regionalen Artenschutz. Schau doch mal, ob du noch ein Plätzchen in deiner Uferzone frei hast!
Sauerstoff-Garant und Naturschutz-Highlight für deine Uferzone.
Als heimische Wasserpflanze spielt der Stumpfkantige Wasserstern eine wichtige Rolle für die Wasserqualität, da er überschüssige Nährstoffe bindet und Sauerstoff spendet. Seine dichten Blatteppiche dienen als Lebensraum für zahlreiche Kleinstlebewesen, die wiederum die Nahrungsgrundlage für größere Teichbewohner bilden. In der Fachliteratur wird er als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder indigen geführt und ist somit perfekt an unsere Ökosysteme angepasst. Da er auf der Vorwarnliste (Rote Liste V) steht, ist sein Erhalt in naturnahen Gärten besonders wertvoll für die regionale Biodiversität. Er festigt zudem den Boden an schlammigen Uferrändern und verhindert so Erosion.
Bitte beachte, dass der Stumpfkantige Wasserstern laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. In der Gartenpraxis ist zwar keine starke Giftigkeit bekannt, aber bei Kleinkindern im Haushalt solltest du generell vorsichtig sein, wenn Pflanzen nicht ausdrücklich als essbar deklariert sind. Zudem besteht an Wasserstellen immer ein gewisses Unfallrisiko für Kinder.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.05 m
Standort: Wähle einen sonnigen Platz direkt im Flachwasser oder an einer permanent feuchten Uferstelle.
Boden: Er gedeiht am besten in normalem Gartenboden oder Teichsubstrat, solange dieses nie ganz austrocknet.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze idealerweise von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November ein.
Pflege: Der Wasserstern ist pflegeleicht; ein Rückschnitt ist nur nötig, wenn er benachbarte, schwächere Pflanzen zu stark bedrängt.
Vermehrung: Du kannst die Polster im Frühling einfach teilen und an anderen Stellen im Teich neu einsetzen.
Winter: Die Pflanze ist winterhart und zieht sich bei Frost oft auf den Teichgrund zurück.
Kombinationsempfehlung: Ein guter Partner ist das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides).
Ökologische Begründung: Beide Arten besiedeln die gleiche Feuchtzone und bilden gemeinsam eine dichte Vegetationsstruktur, die kleinen Lebewesen im Übergangsbereich von Wasser zu Land Schutz bietet.
Der Stumpfkantige Wasserstern gehört zur Familie der Plantaginaceae (Wegerichgewächse) und ist eine indigen (ursprünglich heimisch) vorkommende Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sein Lebensraum umfasst stehende Gewässer oder feuchte Schlammflächen, wo er sowohl submers (untergetaucht) als auch amphibisch (an Land und im Wasser) wächst. Charakteristisch sind die winzigen, eingeschlechtigen Blüten in den Blattachseln und die namensgebenden Früchte, deren Kanten im Gegensatz zu verwandten Arten stumpf abgerundet sind. Er gilt als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf), was ihn recht anpassungsfähig macht.
1 Video zu Stumpfkantiger Wasserstern

•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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