Bild folgtKI-generierte IllustrationCalochortus albus
Auch bekannt als: Weiße Mormonentulpe
Wer die Weiße Mormonentulpe (Calochortus albus) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Ihre perlweißen Blüten hängen wie zarte, geschlossene Lampions an den dünnen Stielen. Diese Zwiebelpflanze ist ein wunderbarer Akzent für trockene, geschützte Gartenbereiche und fasziniert durch ihre ungewöhnliche Form. Da sie ursprünglich aus Nordamerika stammt, liegen für unsere Region keine spezifischen Daten zu spezialisierten Insekten vor. Sie ist daher eher eine ästhetische Ergänzung für Liebhaber besonderer Formen als eine zentrale Säule des Artenschutzes. Wenn du einen gut durchlässigen Boden im Garten hast, kannst du mit ihr einen tollen Akzent setzen.
Weiße Blütenlampions: Ein eleganter Exot für trockene und sonnige Plätze.
Nach aktuellen Bestäubungsdaten liegen für diese nordamerikanische Art keine Belege über spezifische Beziehungen zu heimischen Insekten in Mitteleuropa vor. Da sie nicht zur heimischen Flora gehört, finden spezialisierte Wildbienen oder Schmetterlingsraupen hier keine Nahrungsgrundlage. Gelegentlich können unspezialisierte Besucher wie Hummeln (Bombus) den Nektar nutzen, doch ihr ökologischer Wert ist im Vergleich zu heimischen Wildblumen gering. Sie sollte daher in Maßen und stets in Kombination mit einem großen Anteil einheimischer Pflanzen verwendet werden.
Die Weiße Mormonentulpe ist nicht als kindersicher eingestuft. Da sie zu den Liliengewächsen gehört, ist beim Umgang Vorsicht geboten, da viele Vertreter dieser Familie giftige Inhaltsstoffe besitzen. Bei versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240. Trage bei Pflanzarbeiten zur Sicherheit Handschuhe.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Standort: Die Pflanze benötigt einen warmen, sonnigen bis halbschattigen Platz, idealerweise in einem Steingarten oder Alpinum (Gartenanlage für Gebirgspflanzen).
Boden: Wichtig ist eine sehr gute Drainage (Wasserabfluss), um Staunässe zu vermeiden. Mische Sand oder feinen Kies unter die Erde.
Pflanzzeit: Setze die Zwiebeln im Herbst von September bis November oder im zeitigen Frühjahr ab März etwa 10 Zentimeter tief.
Wasser: Während des Austriebs im Frühling darf der Boden leicht feucht sein, nach der Blüte sollte die Zwiebel jedoch völlig trocken ruhen.
Düngung: Eine Gabe von reifem Kompost im März reicht völlig aus.
Vermehrung: Dies gelingt über Brutzwiebeln (kleine Seitenzwiebeln an der Hauptzwiebel) beim Umsetzen im Herbst.
Partner: Gute Nachbarin ist der Scharfe Mauerpfeffer (Sedum acre) – beide teilen die Vorliebe für trockene, nährstoffarme Plätze und die heimische Fetthenne schließt nach der Blüte der Mormonentulpe die Lücken im Beet.
Die Weiße Mormonentulpe (Calochortus albus) ist ein Geophyt (Pflanze, die ungünstige Zeiten durch Speicherorgane unter der Erde überdauert) aus der Familie der Liliengewächse (Liliaceae). Sie stammt aus Kalifornien und ist dort in lichten Wäldern und an steinigen Hängen zu finden. Die Pflanze bildet schmale, grasartige Grundblätter und verzweigte Blütenstiele aus, an denen die charakteristischen, nach innen geneigten Blütenhüllblätter die lampionartige Form bilden. Taxonomisch gehört sie zur Ordnung der Lilienartigen (Liliales).
3 Videos zu Weiße Mormonentulpe



•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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