Bild folgtKI-generierte IllustrationCamelina alyssum
Auch bekannt als: Camelina alyssum
Schon von weitem fällt der Gezähnte Leindotter (Camelina alyssum) durch seine birnenförmig aufgeblasenen Schötchen (Früchte) auf. Diese einjährige Pflanze zeigt von Mai bis August blassgelbe Blüten, die typisch für Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) sind. Als Archäophyt – eine Pflanze, die bereits vor der Entdeckung Amerikas 1492 durch den Menschen eingeführt wurde – ist sie ein faszinierendes Stück Kulturgeschichte. Da sie in der freien Natur als ausgestorben oder verschollen (Rote Liste 0) gilt, leistest du mit ihrer Anpflanzung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Gib diesem seltenen Schatz in deinem Garten ein neues Zuhause.
Rettung im Garten: Bewahre den fast ausgestorbenen Leindotter vor dem Verschwinden.
Da für diese seltene Art keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, liegt ihr größter ökologischer Wert in der Erhaltung einer verschollenen Art. Als Pflanze der Roten Liste (Status 0) ist sie ein biologisches Erbe, das in der freien Natur kaum noch existiert. Jeder Gartenstandort fungiert hierbei als Arche, um das Aussterben dieser Pflanze zu verhindern. Während der Blütezeit von Mai bis August bietet sie ein verlässliches Angebot für verschiedene Fluginsekten. Die Samenstände können im Winter als natürliche Futterquelle für Vögel dienen, wenn sie stehen gelassen werden. Dein Garten wird so zum wichtigen Rückzugsort für die heimische Flora.
Der Gezähnte Leindotter wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb Vorsicht bei Kleinkindern geboten ist. Zwar ist die Pflanze nicht als hochgiftig bekannt, aber sie sollte nicht verzehrt werden. Eine Verwechslung mit giftigen Gartenpflanzen ist aufgrund der markanten Fruchtform nahezu ausgeschlossen. Die Pflanze ist ein historisches Wildkraut und kein Speisegewächs.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.27 m
Wähle für den Gezähnten Leindotter einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden sollte „frisch“ sein, was eine mäßig feuchte Umgebung beschreibt.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit normalem Nährstoffbedarf) benötigt er keine zusätzliche Düngung in gewöhnlicher Gartenerde.
Die beste Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Da die Art einjährig ist, vermehrt sie sich am besten durch Selbstaussaat nach der Blüte.
Lasse die verblühten Stängel daher bis zur vollständigen Samenreife im Spätsommer stehen.
Der Boden um die Pflanze herum sollte offen gehalten werden, damit die Keimlinge genügend Licht finden.
Eine aufwendige Pflege ist nicht nötig, was ihn zu einem dankbaren Gast macht.
Gute Partnerin: Die Echte Kamille (Matricaria chamomilla).
Beide Arten teilen die Vorliebe für sonnige Standorte und wuchsen historisch oft gemeinsam auf Feldern.
Diese Kombination schafft ein authentisches Bild einer alten Kulturlandschaft.
Zusammen fördern sie die Vielfalt seltener Ackerwildkräuter in deinem grünen Reich.
Der Gezähnte Leindotter (Camelina alyssum) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch, dort aber mittlerweile fast nur noch in Erhaltungskulturen zu finden. Sein natürlicher Lebensraum waren früher Lein- und Flachsfelder, was ihn zu einem typischen Begleiter alter Kulturpflanzen macht. Morphologisch erkennst du ihn an den gezähnten Blättern und den charakteristischen Früchten. Er geht im Boden eine Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM - eine Form der Lebensgemeinschaft zwischen Pilz und Wurzel) ein.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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