Bild folgtKI-generierte IllustrationCampanula carnica
Auch bekannt als: Karnische Glockenblume, Leinblatt-Glockenblume
1
Arten
interagieren
1
Interaktionen
dokumentiert
An ihren zarten, tiefblauen Glockenblüten, die an dünnen Stielen über einem dichten Blattschopf stehen, lässt sich die Krainer Glockenblume (Campanula carnica) sofort erkennen. Da sie in Felsspalten und auf kargen Böden gedeiht, besetzt sie ökologische Nischen, die für viele andere Gewächse zu extrem sind. Wenn du eine robuste Schönheit für Trockenmauern oder Steingärten suchst, ist sie die richtige Wahl für dich. Achte darauf, ihr einen Platz zu geben, der ihrem natürlichen Standort in den Alpen nahekommt.
Alpine Eleganz für die Trockenmauer: Blaue Glockenpracht im Juli.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Mit ihrer Blütezeit im Juli schließt die Krainer Glockenblume (Campanula carnica) eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot des Hochsommers. In ihrer Heimat Österreich dient sie als wertvolle Futterquelle in kargen Gebirgslagen, wenn viele andere alpine Pflanzen bereits verblüht sind. Da sie speziell an das Leben in Felsspalten angepasst ist, unterstützt sie die dort vorkommende Insektenfauna während der trockensten Phase des Jahres. Die verblühten Samenstände können über den Winter stehen bleiben und bieten so kleinen Nützlingen einen geschützten Rückzugsort in der kalten Jahreszeit.
Die Krainer Glockenblume (Campanula carnica) wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb du sie vorsichtshalber außerhalb der direkten Reichweite von Kleinkindern pflanzen solltest. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Alpenpflanzen besteht bei genauer Betrachtung der charakteristischen Glockenblüten kaum. Achte lediglich darauf, dass keine Pflanzenteile verzehrt werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Jul
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Pflanzenhöhe
0.23 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, idealerweise in einer Trockenmauer, einer Felsspalte oder einem gut drainierten Steingarten.
Boden: Die Erde muss kalkhaltig (reich an Calcium) und extrem durchlässig sein; Staunässe führt unweigerlich zu Wurzelfäulnis.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und Ende November in den Boden, solange dieser offen ist.
Pflege: Ein Rückschnitt nach der Blüte ist nicht zwingend erforderlich, kann aber die Vitalität der Pflanze für das nächste Jahr fördern.
Vermehrung: An geeigneten Stellen versamt sich die Pflanze oft von selbst in die umliegenden Gesteinsfugen.
Wässern: Nur in extremen Trockenperioden gießen, da die Art an karge Bedingungen angepasst ist.
Düngung: Ein nährstoffarmer Boden ist entscheidend für die Langlebigkeit; verzichte daher auf zusätzlichen Dünger.
Winterschutz: Als alpine Art ist sie vollkommen frosthart und benötigt keine zusätzliche Abdeckung.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist der Weiße Mauerpfeffer (Sedum album) – beide teilen die Vorliebe für extrem trockene, kalkreiche Standorte auf Stein.
Die Krainer Glockenblume (Campanula carnica) gehört zur Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae). Sie ist primär in Österreich beheimatet und besiedelt dort kalkreiche Standorte in den Südalpen. Ihr natürlicher Lebensraum sind Felsspalten und Steinschuttfluren (Ansammlungen von Gesteinsbruchstücken), wo sie sich mit ihren Wurzeln fest in den Untergrund krallt. Die Pflanze wächst ausdauernd und bildet kleine Horste (dichte Pflanzenpolster), aus denen im Hochsommer die blütentragenden Triebe emporwachsen.
3 Videos zu Karnische Glockenblume



•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →