Bild folgtKI-generierte IllustrationCampanula patula subsp. patula
Auch bekannt als: Campanula patula subsp. patula
An ihren weit geöffneten, trichterförmigen Blüten mit tief eingeschnittenen, spitzen Zipfeln lässt sich die Wiesen-Glockenblume sofort erkennen. Als Art der Vorwarnliste (Rote Liste V) ist sie ein wertvoller Baustein für den Artenschutz in deinem Garten, da sie in der freien Landschaft durch intensive Nutzung immer seltener wird. Da sie eine Lebensgemeinschaft mit nützlichen Bodenpilzen, der Arbuskulären Mykorrhiza (AM), eingeht, ist sie hervorragend im Boden vernetzt. Mit dieser heimischen Wildpflanze förderst du die Biodiversität direkt vor deiner Terrassentür. Du machst alles richtig, wenn du ihr einen Platz in einer sonnigen Wildblumenwiese gönnst.
Gefährdete Wildschönheit: Bringe seltene Wiesenromantik in deinen Garten.
Die Wiesen-Glockenblume leistet einen wesentlichen Beitrag zur biologischen Vielfalt, insbesondere da sie als Art der Vorwarnliste (Rote Liste V) eingestuft ist. Ihre Ansiedlung schließt Lücken in regionalen Biotopverbünden. Eine Besonderheit ist ihre Bindung an die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Form der Pilz-Wurzel-Symbiose, die den Nährstoffkreislauf im Boden verbessert und die Widerstandsfähigkeit der Pflanzengemeinschaft stärkt. Da sie im Winter oft mit Samenständen stehen bleibt, bietet sie Struktur für überwinternde Lebewesen. Jede Pflanze in deinem Garten wirkt als kleiner Trittstein für die Ausbreitung dieser gefährdeten Wildart.
Die Datenbank stuft die Wiesen-Glockenblume als nicht kindersicher ein. Auch wenn keine akuten Vergiftungen bekannt sind, solltest du beim Gärtnern mit kleinen Kindern darauf achten, dass Pflanzenteile nicht verzehrt werden. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der charakteristischen Glockenblütenform in hiesigen Gärten praktisch nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.36 m
Wähle einen vollsonnigen Standort aus, damit sich die Blüten der Wiesen-Glockenblume optimal entfalten können.
Der Boden sollte "frisch" sein, was im Gartenbau mäßig feucht bedeutet; er sollte weder austrocknen noch staunass sein.
Die Pflanze ist ein Mittelzehrer, kommt also mit normalem, mäßig nährstoffreichem Gartenboden ohne zusätzliche Düngung bestens zurecht.
Ideale Pflanzzeiten sind das Frühjahr von März bis Mai oder der Herbst von September bis November, solange der Boden offen (frostfrei) ist.
Da sie eine Symbiose mit Bodenpilzen (Arbuskuläre Mykorrhiza) eingeht, solltest du auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten.
Ein Rückschnitt der verwelkten Blütenstände kann eine Nachblüte fördern, ist aber für die Vitalität nicht zwingend erforderlich.
Vermehrung geschieht meist durch Selbstaussaat, lass daher einige Samenstände im Spätsommer ausreifen.
Gute Partnerin: Die Magerwiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare) – beide teilen ähnliche Standortansprüche an Licht und Feuchtigkeit und ergänzen sich optisch in der klassischen Wiesenstruktur.
Die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula subsp. patula) gehört zur Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales). Sie ist in Deutschland und der Schweiz indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt frische Standorte. Morphologisch zeichnet sie sich durch einen lockeren, sparrig verzweigten Wuchs aus, der ihr eine filigrane Erscheinung verleiht. Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) besetzt sie eine wichtige Nische in ökologisch wertvollen Glatthaferwiesen.
3 Videos zu Wiesen-Glockenblume



•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →