Bild folgtKI-generierte IllustrationCampanula sibirica
Auch bekannt als: Campanula sibirica
An ihren nickenden, intensiv violetten Glockenblüten, die meist einseitig an den behaarten Stängeln hängen, lässt sich die Sibirische Glockenblume (Campanula sibirica) sofort erkennen. Da sie auf der Roten Liste als stark gefährdet geführt wird, ist sie ein besonderer Schatz für jeden Naturgarten. Sie besiedelt bevorzugt karge Standorte und hilft dabei, die schwindende Vielfalt unserer heimischen Trockenrasen-Flora zu bewahren. Auch wenn keine spezifischen Insektenbeziehungen dokumentiert sind, bereichert diese seltene Art das ökologische Gefüge deines Gartens allein durch ihre Seltenheit. Wenn du einen sonnigen Platz mit magerem Boden hast, solltest du dieser gefährdeten Schönheit eine Chance geben. Du wirst sehen, wie dankbar sie an einem passenden Standort gedeiht.
Botanische Rarität: Die stark gefährdete Schönheit für sonnige Magerstandorte.
Diese Glockenblume ist eine Rarität unserer heimischen Flora und gilt in Deutschland als stark gefährdet (Rote Liste 2). Als indigene Art (einheimische Pflanze) bzw. Archäophyt ist sie perfekt an das hiesige Klima angepasst. Da keine spezifischen Bestäubungsdaten für diese Art vorliegen, lässt sich die Bedeutung für einzelne Insektenarten nicht exakt beziffern, doch Glockenblumen sind generell wichtige Quellen für die heimische Insektenwelt. Mit ihrer Blütezeit im Juli füllt sie eine Lücke im Hochsommerangebot. Ihr Erhalt im Garten stützt die biologische Vielfalt gefährdeter Pflanzenarten in Mitteleuropa. Die Samenreife bietet zudem Potenzial für kleinsäugende Gartenbesucher im Herbst.
Die Sibirische Glockenblume wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schweren Vergiftungsfälle bekannt sind, sollten Kinder und Haustiere davon abgehalten werden, Teile der Pflanze zu verzehren. Die Behaarung der Stängel kann bei empfindlichen Personen zudem leichte Hautreizungen verursachen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.27 m
Wähle einen Standort in der vollen Sonne, da die Pflanze sehr lichthungrig ist.
Der Boden muss trocken und nährstoffarm sein; die Art gilt als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf).
Schwere Gartenböden solltest du mit Sand oder feinem Kies abmagern, um Staunässe zu vermeiden.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Da die Art oft zweijährig wächst, solltest du die verblühten Stängel im August stehen lassen, damit sie sich versamen kann.
Eine Düngung ist nicht erforderlich und schadet der Standfestigkeit der Pflanze.
Gießen ist nur bei extremer langanhaltender Trockenheit in der Anwachsphase nötig.
Die Pflanze geht eine AM-Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) ein, was ihre Nährstoffaufnahme auf kargen Böden verbessert.
Gute Partnerin: Die Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – beide teilen die Vorliebe für trockene Magerstandorte und kommen in der Natur oft gemeinsam vor.
Die Sibirische Glockenblume (Campanula sibirica) gehört zur Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Böschungen. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 ohne direktes Zutun des Menschen oder durch frühen Ackerbau einwanderte) ist sie fest in unserer Landschaft verwurzelt. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren meist zweijährigen Wuchs und die charakteristische Behaarung an Stängeln und Blättern aus, was ihr hilft, Feuchtigkeit zu speichern.
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•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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