Bild folgtKI-generierte IllustrationCapra pyrenaica
Auch bekannt als: Iberiensteinbock, Iberischer Steinbock, kozorožec iberský, Pyrenäen-Steinbock, Spanischer Steinbock
Der Iberiensteinbock (Capra pyrenaica) ist ein kräftiger Paarhufer (Huftier mit zwei Hauptzehen) mit einem dichten, oft graubraunen Fell und beeindruckenden, säbelförmig nach hinten gebogenen Hörnern. In unseren Gärten in Mitteleuropa wirst du dieses Tier nicht antreffen, da sein natürlicher Lebensraum die schroffen Gebirgsregionen der Iberischen Halbinsel umfasst. Dort bewohnt er bevorzugt steile Felshänge und offene, steinige Landschaften oberhalb der Baumgrenze. Das Tier ist ein reiner Pflanzenfresser (Herbivore) und verwertet die karge Vegetation seines alpinen Reviers. Er ist überwiegend tagaktiv (während des hellen Tages wach) und verbringt die Nacht in geschützten Felsnischen. Während der harten Wintermonate hält er keinen echten Winterschlaf, sondern verbleibt in einer energieeffizienten Winterruhe (Phase mit deutlich verringerter körperlicher Aktivität). In deinem Garten kannst du zwar keinen Steinbock beherbergen, aber durch das Errichten von Trockenmauern (geschichtete Steinwälle ohne Mörtel) schaffst du wertvollen Ersatzlebensraum für andere spezialisierte Gebirgsbewohner. Solche Steinstrukturen bieten vielen Tieren wichtigen Schutz vor Frost und Fressfeinden. Ein naturnaher Garten mit heimischen Elementen ist die beste Unterstützung für die lokale Artenvielfalt.
Der Iberiensteinbock steht unter internationalem Schutz und darf in seinem natürlichen Lebensraum nicht gestört oder gefangen werden. Da er in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht wild vorkommt, besteht keine Gefahr für Gartenbesitzer oder Haustiere. Solltest du dem Tier in seinem natürlichen Verbreitungsgebiet begegnen, wahre bitte einen respektvollen Fluchtabstand.
Die taxonomische Einordnung erfolgt in die Familie der Hornträger (Bovidae) innerhalb der Gattung der Ziegen (Capra). Diese Art ist auf der Iberischen Halbinsel endemisch (nur dort vorkommend) und perfekt an das Leben in extremen Höhenlagen angepasst. Die Tiere erreichen eine Körperlänge von bis zu 140 Zentimetern und zeigen eine ausgeprägte soziale Organisation in nach Geschlechtern getrennten Gruppen. Als Wiederkäuer (Tiere mit komplexem Magensystem zur Aufschlüsselung von Zellulose) können sie auch sehr faserreiche Nahrung effizient verwerten.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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