Bild folgtKI-generierte IllustrationCarabus auratus Linnaeus, 1760
Du erkennst den Goldlaufkäfer sofort an seinem auffällig goldgrün metallisch glänzenden Körper und den drei markanten Längsrippen auf jeder der beiden Flügeldecken (Elytren). Mit einer Körperlänge von 17 bis 30 Millimetern ist er eine stattliche Erscheinung auf dem Gartenboden. Pro Jahr entwickelt sich eine Generation dieses flugunfähigen Käfers. Das Weibchen legt im Frühjahr etwa 50 Eier einzeln in kleine Erdlöcher ab. Da der Käfer räuberisch lebt, besucht er keine Blüten zur Nektaraufnahme, sondern sucht in der dichten Bodenvegetation unter heimischem Efeu (Hedera helix) nach Beute. Sowohl die Käfer als auch die Larven ernähren sich von Schnecken, Regenwürmern und verschiedenen Insektenlarven. Den Winter überdauert das Tier in einer Kältestarre (Zustand verlangsamter Lebensvorgänge) in Erdhöhlen oder unter Totholz. Du kannst den Käfer gezielt fördern, indem du Laubhaufen unter Hainbuchen (Carpinus betulus) liegen lässt und auf chemische Mittel gegen Schnecken verzichtest. Als biologischer Schädlingsbekämpfer ist er ein wertvoller Helfer in deinem Garten.
Der Goldlaufkäfer ist nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt und ein wertvoller Nützling. Er ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Bei Bedrohung kann er ein übelriechendes Wehrsekret abgeben, weshalb du ihn am besten nur aus der Ferne beobachtest.
Der Goldlaufkäfer (Carabus auratus) gehört zur Familie der Laufkäfer (Carabidae) innerhalb der Ordnung der Käfer. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt offene Landschaften sowie naturnahe Gärten. Als flugunfähiger Bodenbewohner ist er durch seine verwachsenen Flügeldecken und die rötlich gefärbten Beine gut von ähnlichen Arten zu unterscheiden. Er ist überwiegend tagaktiv (während des Tages auf Beutesuche), was für die Gattung der Laufkäfer eher untypisch ist.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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