Bild folgtKI-generierte IllustrationCarabus irregularis
An seinem kupfer- oder bronzefarben glänzenden Körper mit den markanten unregelmäßigen Grübchen auf den Flügeldecken lässt sich der Berglaufkäfer (Carabus irregularis) sofort erkennen. Dieser imposante Käfer erreicht eine Körperlänge von etwa 19 bis 30 Millimetern. Pro Jahr entwickelt sich eine Generation, wobei das Weibchen im Frühjahr rund 40 bis 60 Eier in feuchten Boden oder unter Moospolster ablegt. Als rein fleischfressender Nützling jagt der Käfer vor allem nachts nach Schnecken und Regenwürmern. Seine Larven leben ebenfalls räuberisch und tragen zur natürlichen Regulation von wirbellosen Tieren im Boden bei. Da er keine pflanzliche Kost zu sich nimmt, besiedelt er keine Blüten, sondern sucht Schutz unter heimischen Farnen wie dem Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) oder in Moosteppichen. Den Winter verbringt das Tier in einer Kältestarre (Zustand verlangsamten Stoffwechsels) tief im Totholz oder in hohlen Baumstümpfen. Du kannst ihn aktiv fördern, indem du herbstliches Laub im Garten belässt und kleine Haufen aus heimischem Kalkgestein oder Totholz in schattigen Ecken anlegst. Er ist ein wertvoller Helfer bei der natürlichen Schneckenkontrolle.
Der Berglaufkäfer ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt und darf weder gefangen noch gestört werden. Er ist für Menschen völlig harmlos, kann aber bei massiver Bedrängnis ein übelriechendes Sekret (Abwehrflüssigkeit) ausstoßen. Ein faszinierender und nützlicher Gartenbewohner, den man am besten aus der Distanz beobachtet.
Der Berglaufkäfer (Carabus irregularis) gehört zur Familie der Laufkäfer (Carabidae) innerhalb der Ordnung der Käfer. Er ist vorwiegend in den Mittelgebirgen und Alpenregionen Mitteleuropas verbreitet, wobei er kühle und feuchte Lebensräume bevorzugt. Mit einer Größe von bis zu 30 Millimetern und seiner abgeflachten Körperform ist er an das Leben in Spalten und unter Baumrinde angepasst. Da seine Hinterflügel reduziert sind, ist er flugunfähig und auf zusammenhängende, naturnahe Lebensräume angewiesen. Von ähnlichen Laufkäfern unterscheidet er sich durch die grob punktierten, unregelmäßigen Vertiefungen auf den Flügeldecken.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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