Bild folgtKI-generierte IllustrationCaracladus avicula (L.Koch, 1869)
Das Vogelschnabelspinnchen (Caracladus avicula) ist ein winziger Vertreter der Baldachinspinnen, die ihre namensgebenden, flachen Netze bevorzugt knapp über dem Erdboden weben. In Deinem Garten besiedelt dieses Tier die schützende Krautschicht (die Ebene der niedrigen Kräuter und Gräser) oder feuchte Moospolster. Als Jagdstrategie nutzt die Spinne ein horizontales Baldachinnetz, unter dem sie geschützt auf Beute lauert. Sobald kleine Insekten die darüber liegenden Haltefäden berühren und auf das Netz fallen, schlägt die Spinne von unten zu. Für Dich als Gärtner ist sie eine nützliche Helferin, da sie zur natürlichen Regulation von kleinen Fluginsekten und Blattläusen beiträgt. Besonders im Februar nutzt sie die isolierende Bodenstreu (herabgefallenes Laub), um die kalten Temperaturen zu überstehen. Du kannst dieses Spinnchen unterstützen, indem Du kleine Bereiche im Garten ungestört lässt und herbstliches Laub nicht restlos entfernst. Solche Strukturen bieten nicht nur Schutz vor Frost, sondern auch die notwendigen Ankerpunkte für ihre kunstvollen Gespinste. Auf den Einsatz von chemischen Mitteln solltest Du verzichten, um die Nahrungskette in Deinem Garten intakt zu halten. Ein naturnaher Garten mit einer dicken Mulchschicht (Abdeckung aus organischem Material) ist die ideale Umgebung.
Diese kleine Spinne ist für Menschen vollkommen harmlos. Aufgrund ihrer geringen Körpergröße kann sie die menschliche Haut nicht durchdringen. Es besteht kein Grund zur Sorge, wenn Du sie bei der Gartenarbeit in der Laubschicht entdeckst.
Das Vogelschnabelspinnchen (Caracladus avicula) wird taxonomisch (nach der wissenschaftlichen Ordnung) in die Familie der Baldachinspinnen (Linyphiidae) innerhalb der Ordnung der Webspinnen (Araneae) eingeordnet. Die Art ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Mit einer Körpergröße von nur wenigen Millimetern gehört sie zu den kleineren Vertretern ihrer Gruppe. Sie besiedelt bevorzugt bodennahe Habitate (Lebensräume), wo sie als räuberischer Nützling lebt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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