Bild folgtKI-generierte IllustrationCardamine kitaibelii
Auch bekannt als: Kitaibels Zahnwurz, Vielblättrige Zahnwurz
Wer das Kitaibel-Schaumkraut (Cardamine kitaibelii) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen blassgelben, vierzähligen Blüten hebt es sich deutlich von seinen meist weiß blühenden Verwandten ab. Da es bereits sehr zeitig im Jahr blüht, schließt es eine wichtige Versorgungslücke im Naturkreislauf, bevor die meisten anderen Stauden erwachen. Es eignet sich hervorragend für Gärtner, die naturnahe Waldstrukturen fördern möchten.
Seltener gelber Frühlingsbote: Ein Stück österreichische Waldnatur für den Schatten.
Nach aktuellen ökologischen Beobachtungen fungiert das Kitaibel-Schaumkraut als früher Nektar- und Pollenspender in kühlen Waldgartenzonen. Da die spezifische Datenlage zu einzelnen Bestäuberarten bei dieser selteneren Art noch lückenhaft ist, liegt ihr ökologischer Wert vor allem in der Diversifizierung (Vielfältigkeit) des frühen Nahrungsangebots. Durch den teppichartigen Wuchs schützt die Pflanze zudem den Waldboden vor Austrocknung und bietet Kleinstlebewesen einen geschützten Lebensraum. Mit der Ansiedlung in deinem Garten unterstützt du den Erhalt einer Art, die außerhalb ihres Kernverbreitungsgebietes selten anzutreffen ist.
Das Kitaibel-Schaumkraut gilt als nicht kindersicher. In den Pflanzenteilen sind Senfölglykoside enthalten, die bei Verzehr oder Hautkontakt Reizungen hervorrufen können. Eine Verwechslung mit stark giftigen Arten ist bei Beachtung der typischen gelben Blüten und gefiederten Blätter im Waldgarten kaum möglich.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mär – Mai
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Pflanzenhöhe
0.32 m
Wähle für das Kitaibel-Schaumkraut einen halbschattigen bis schattigen Standort, idealerweise unter sommergrünen Laubbäumen.
Der Boden sollte humos (reich an organischem Material) und gleichmäßig frisch bis feucht sein.
Eine Pflanzung ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis November möglich, solange der Boden offen ist.
Achte darauf, das herbstliche Laub der Bäume nicht zu entfernen; es dient der Pflanze als natürlicher Winterschutz und Nährstoffquelle.
Die Vermehrung erfolgt am besten durch das vorsichtige Teilen des Wurzelstocks nach der Blüte.
Da die Pflanze Waldcharakter liebt, ist sie sehr pflegeleicht und muss in der Regel nicht geschnitten werden.
Gute Partnerin: Die Hain-Anemone (Anemone nemorosa) – beide Arten teilen sich den gleichen Lebensraum im Frühlingswald und ergänzen sich optisch perfekt.
Das Kitaibel-Schaumkraut gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). In der Region Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es natürlicherweise vor allem in Österreich verbreitet, wo es bevorzugt in frischen Laubmischwäldern wächst. Typisch für diese Art ist das kriechende Rhizom (ein waagerecht unterirdisch wachsender Spross) und die gefiederten Blätter. Die Pflanze erreicht meist eine Wuchshöhe von 20 bis 40 Zentimetern und bevorzugt kalkhaltige Böden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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