Bild folgtKI-generierte IllustrationCarex demissa
Auch bekannt als: Carex viridula subsp. oedocarpa
Auffällig sind bei der Aufsteigenden Segge (Carex demissa) ihre gelbgrünen Halme und die gedrängt stehenden Ähren (blütenähnliche Fruchtstände), die sie klar von gewöhnlichen Gräsern unterscheiden. Diese kleine Segge ist eine spezialisierte Bewohnerin feuchter Magerstandorte, die in unseren Gärten oft zu kurz kommen. Da sie auf der Roten Liste in der Kategorie V (Vorwarnliste für gefährdete Arten) geführt wird, leistest du mit ihrer Pflege einen echten Beitrag zum regionalen Artenschutz. Sie ist die ideale Wahl für dich, wenn du eine dauerhaft feuchte Senke oder eine Uferzone ökologisch aufwerten möchtest. Mit ihrem horstigen, kompakten Wuchs bleibt sie brav an ihrem Platz und bereichert dein Gartenbild durch ihre natürliche Ausstrahlung.
Seltene Schönheit für nasse Füße: Schütze die gefährdete Aufsteigende Segge.
Die Aufsteigende Segge (Carex demissa) geht an ihren Wurzeln eine wertvolle Verbindung mit nützlichen Bodenpilzen ein, die sogenannte VAR (vesikulär-arbuskuläre Mykorrhiza). Diese Form der Symbiose (Lebensgemeinschaft zum gegenseitigen Vorteil) verbessert die Nährstoffaufnahme auf kargen Böden erheblich. Da die Art als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffanspruch) gilt, stabilisiert sie empfindliche Ökosysteme auf Magerstandorten. Ihr aktueller Status auf der Roten Liste in der Kategorie V (Vorwarnliste) unterstreicht ihre Bedeutung für den Erhalt der biologischen Vielfalt in der DACH-Region. In deinem Garten fördert sie ein gesundes Bodenleben und erhält eine Pflanzenart, die in der freien Landschaft zunehmend unter Druck gerät.
Die Pflanze gilt als nicht kindersicher, da ihre Blattränder Sauergras-typisch sehr scharf sein können. Bei unvorsichtiger Berührung können feine Schnittwunden auf der Haut entstehen. Davon abgesehen ist die Aufsteigende Segge (Carex demissa) ungiftig und es besteht keine Verwechslungsgefahr mit gefährlichen Giftpflanzen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Die Segge benötigt einen dauerhaft feuchten Untergrund. Da sie ein Schwachzehrer (Pflanze mit sehr geringem Nährstoffbedarf) ist, sollte der Boden mager und kalkarm sein.
Pflanzzeit: Du kannst sie von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November setzen, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Dünger ist absolut tabu, da dies konkurrenzstarke Gräser fördern und die Segge verdrängen würde. Ein Rückschnitt ist im Frühjahr möglich, aber oft nicht nötig.
Vermehrung: Eine Teilung der Horste ist im Frühjahr möglich, um die Bestände zu verjüngen.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi) – beide teilen die Vorliebe für nasse, magere Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend durch das Grün der Segge und die rosa Blüten der Nelke.
Die Aufsteigende Segge (Carex demissa) gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) innerhalb der Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Österreich und die Schweiz, wo sie bevorzugt in Niedermooren (Sümpfen mit Grundwasseranschluss) und an feuchten Waldrändern siedelt. Ein morphologisches (gestaltliches) Merkmal ist der für Seggen typische dreikantige Stängel, den du beim vorsichtigen Ertasten zwischen den Fingern spüren kannst. Im Gegensatz zu vielen wuchernden Gräsern bildet sie keine Ausläufer, sondern wächst in dichten, stabilen Büscheln.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →