Bild folgtKI-generierte IllustrationCarex divulsa
Auch bekannt als: Carex divulsa
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Unterbrochenährige Segge (Carex divulsa) an ihren namensgebenden Blütenständen, bei denen die einzelnen kleinen Ährchen (Teilblütenstände) deutlich voneinander getrennt mit Lücken am Halm sitzen. Diese heimische Segge ist ein stiller Held für die Artenvielfalt, da sie als Futterpflanze für Schmetterlinge wie den Rostfarbigen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und das Wald-Wiesenvögelchen (Coenonympha hero) dient. Im Garten bildet sie dichte, grasartige Horste (Pflanzenbündel), die Struktur geben, ohne sich invasiv auszubreiten. Sie ist perfekt geeignet, wenn du schwierige, halbschattige Bereiche unter Gehölzen ökologisch aufwerten möchtest. Mit dieser Pflanze holst du dir ein Stück ursprüngliche Natur direkt vor das Fenster.
Strukturgeber im Halbschatten und Kinderstube für seltene Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Segge eine wichtige Lebensgrundlage für spezialisierte Falterarten. Besonders die Raupen des Rostfarbigen Dickkopffalters (Ochlodes sylvanus) und des Braunkolbigen Dickkopffalters (Thymelicus lineola) nutzen sie als Nahrung. Auch für den seltenen Gelbringfalter (Lopinga achine) und das Stromtal-Wiesenvögelchen (Coenonympha oedippus) bietet sie wertvollen Lebensraum. Die im Spätsommer reifenden Samen werden gern von heimischen Vögeln gefressen. Durch ihre Horste schafft sie am Boden ein geschütztes Mikroklima für nützliche Käfer und Spinnen, die in den dichten Halmen überwintern können.
Die Unterbrochenährige Segge wird als nicht kindersicher eingestuft. Der Grund dafür sind die scharfkantigen Blätter, die bei unvorsichtigem Hantieren kleine Schnittwunden an der Haut verursachen können. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten, und die Pflanze selbst enthält keine Giftstoffe. Beim Rückschnitt im Februar empfehle ich dir das Tragen von Gartenhandschuhen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.32 m
Standort: Wähle einen halbschattigen bis schattigen Platz, idealerweise am Rand von Hecken oder unter größeren Laubgehölzen.
Boden: Die Erde sollte lehmig und eher trocken bis frisch sein; die Segge ist hier recht anpassungsfähig.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange der Boden offen ist.
Pflege: Ein Rückschnitt der alten Halme im späten Februar fördert den frischen Austrieb im Frühling.
Vermehrung: Eine Teilung des Horstes ist im Frühjahr problemlos möglich, um die Pflanze im Garten zu verteilen.
Wässern: Nach dem Anwachsen ist sie sehr robust und benötigt nur bei extremer Trockenheit zusätzliches Wasser.
Düngung: Als genügsame Waldpflanze benötigt sie keinen zusätzlichen Dünger.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Echte Schlüsselblume (Primula veris) – beide teilen ähnliche Ansprüche an den Gehölzrand und ergänzen sich optisch hervorragend durch das feine Laub der Segge und die gelben Blüten der Schlüsselblume.
Die Unterbrochenährige Segge gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) und ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (ursprünglich heimisch) und wird oft als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) eingestuft. In der Natur besiedelt sie bevorzugt lichte Wälder und Gehölzränder. Die Pflanze lebt in einer AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen), was ihr hilft, Nährstoffe effizienter aus dem Boden zu lösen. Ihr Wuchs ist horstbildend, wobei die Halme eine Höhe von etwa 30 bis 60 Zentimetern erreichen können.
8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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