Bild folgtKI-generierte IllustrationCarex pauciflora
Auch bekannt als: Armblütige Segge
Unverwechselbar ist die Wenigblütige Segge (Carex pauciflora) an ihren blassgelben Ährchen, deren wenige Früchte bei der Reife wie kleine Widerhaken nach unten hängen. Da diese zierliche Pflanze auf der Roten Liste mit der Stufe 3 als gefährdet geführt wird, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Moorvegetation. Sie ist eine Spezialistin für extrem nährstoffarme Standorte und findet in der Natur kaum noch Rückzugsorte. In deinem Garten kannst du ihr ein Refugium bieten, das die ursprüngliche Artenvielfalt unserer Hochmoore widerspiegelt. Wenn du ein Moorbeet besitzt, ist dieses Sauergras eine echte Bereicherung für dich.
Gefährdete Moorspezialistin: Ein Stück schützenswerte Natur für dein Moorbeet.
Nach aktuellen ökologischen Daten geht die Wenigblütige Segge eine vesikulär-arbuskuläre Mykorrhiza (VAR) ein. Das ist eine spezielle Symbiose (Lebensgemeinschaft zum gegenseitigen Vorteil), bei der Pilze in die Wurzelzellen eindringen und die Pflanze so auch an extrem nährstoffarmen Standorten mit Mineralstoffen versorgen. Da sie als windblütiges Gras keine Insekten zur Bestäubung anlockt, liegen keine spezifischen Daten zu Bestäuberbesuchen vor. Dennoch ist sie ein unverzichtbarer Baustein spezialisierter Ökosysteme. Als gefährdete Art der Roten Liste trägt sie zur genetischen Vielfalt in der Region bei und stützt das empfindliche Gefüge intakter Moorlandschaften.
Die Wenigblütige Segge gilt laut Datenbank als nicht kindersicher. Dies liegt vor allem an den für Sauergrasgewächse typischen, scharfkantigen Blättern, an denen man sich bei unvorsichtiger Berührung kleine Schnittwunden zuziehen kann. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Moorpflanzen besteht kaum, da die hängenden Früchte sehr charakteristisch sind. Die Pflanze selbst ist ungiftig, sollte aber aufgrund der mechanischen Verletzungsgefahr nicht in die Reichweite kleiner Kinder gepflanzt werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.07 m
Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Segge viel Licht benötigt.
Der Boden muss dauerhaft nass sein (entspricht einer hohen Feuchtezahl) und darf niemals austrocknen.
Achte auf ein stark saures Milieu ohne Kalk (sehr niedriger pH-Wert) und extrem nährstoffarme Erde.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Eine Düngung ist absolut tabu, da die Pflanze an Mangelstandorte angepasst ist.
Da sie über Rhizome (unterirdisch kriechende Wurzelstöcke) wächst, bildet sie mit der Zeit kleine Teppiche.
Eine Vermehrung erfolgt am einfachsten durch Teilung dieser Wurzelstöcke im Frühjahr.
Da es sich um eine Moorpflanze handelt, ist kalkfreies Regenwasser zum Gießen zwingend erforderlich.
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Moosbeere (Vaccinium oxycoccos) – beide teilen die Vorliebe für nasse, saure Torfböden und bilden zusammen ein authentisches Moorgemeinschaftsbild.
Die Wenigblütige Segge gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) innerhalb der Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). Sie ist in den kühlen und gemäßigten Zonen Europas, Asiens und Nordamerikas verbreitet und besiedelt vorrangig Hochmoore und Übergangsmoore. Typisch für dieses ausdauernde Gras sind die kriechenden Ausläufer (unterirdische Sprossachsen zur Vermehrung) und die sehr lockeren Blütenstände, die meist nur aus zwei bis vier Blüten bestehen. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von etwa 5 bis 20 Zentimetern und bevorzugt kalkfreie, torfige Untergründe.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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